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Montag, 18. März 2024

The Clarinet Trio

Beim März-Konzert von Jazz in der Kammer war das Clarinet Trio zu hören. Nur drei Klarinettisten. Drei gleiche Instrumente, sonst nichts. Klarinette pur. Passend zum Jahresthema "ungewöhnliche Instrumentenkombintionen".

Jürgen Kupke – Klarinette
Michael Thieke – Alt-Klarinette, Klarinette
Gebhard Ullmann – Bass-Klarinette
Gebhard Ullmann, Jürgen Kupke und Michael
Thieke (von links) vor der Bühne im Forum Gestaltung,

Am Beginn ist nur das dunkle Dröhnen von Gebhard Ullmanns Bassklarinette zu hören, einem Didgeridoo ähnelnd. Diese ruhigen Töne gehen bald auf in den Melodiebögen, die seine beiden Klarinettenkollegen Jürgen Kupke und Michael Thieke in schneller Folge hinzuspielen. Interessante Klangstrukturen ergeben sich, wenn dann auch noch jeder der drei in einem anderen Taktmaß spielt und die Melodien aufeinander zu und wieder voneinander weg laufen lassen. 

Das Zusammenspiel der drei Klarinettisten, die alle schon mal in anderen Projekten in Magdeburg zu hören waren, ist teils harmonisch bis hin zu einem unisono-Klang, teils von intensiver gegenseitiger Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Instruments geprägt. Dabei bewegen sich die Musiker, wechseln untereinander die Position. Das ist auch "ein Spiel mit dem Klang des Raumes", wie Gebhard Ullmann sagt und damit auch die Position der Musiker nicht auf, sondern vor der Bühne meint: "So kommen die Töne viel unmittelbarer an als von dort oben".

Montag, 19. Dezember 2011

Jörg Schippa – UnbedingT

Jörg Schippas »UnbedingT« mit
Jörg Schippa (akustische Gitarre)
Jürgen Kupke (Klarinette),
Florian Bergmann (Bassklarinette),
Christian Marien (Schlagzeug)


Die Band um Jörg Schippa ist beheimatet in Berlin, genauer: in Neukölln. Einem Stadtteil voller Gegensätze, die Schippa auch in seiner Musik ausdrückt. So beginnt das Konzert mit funkigem Großstadtsound, wild und lebendig gespielt. Durch Schippas Moderation bekommen die Stücke vorstellbaren Hintergrund, werden Klangbilder sichtbar. So beispielsweise der Zirkus in der Großstadt, der quirliges Treiben in die Musik bringt. Überhaupt merkt man den Musikern den Spaß bei der Musik an, oft schwingt eine Portion Komik mit – ohne daß dies dem musikalischen Können Abbruch tut. UnbedingT nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch die Welt (oder doch nur durch Berlin, wo sich die Welt in einem Konglomerat versammelt?). So meint man orientalische Klänge herauszuhören, in die sich dann der Bordun von Bergmanns Baßklarinette mischt, begleitet von wildem Trommelwirbel. Ganz das Gegenteil davon sind ruhigere Stücke wie die Sarabande, in die jahrhundertealte musikalische Elemente eingeflossen sind. Hörenswert war auch das Wechselspiel der Klarinetten von Kupke und Bergmann.
Auf die Frage, wie es denn zum Namen "UnbedingT" kam, erklärte Jörg Schippa mit einem Lächeln das Wortspiel aus unbedingt diese Musik spielen zu wollen und ohne Bedingungen an die Musik heranzugehen. Ja, beides war an diesem Abend zu spüren.