Dienstag, 3. März 2020

Programm der Magdeburger Jazztage

In diesem Jahr steht das Saxophon als Instrument im Mittelpunkt von Jazz in der Kammer. Deshalb sind auch die Magdeburger Jazztage sehr auf das Saxophon hin ausgerichtet. Es ist kein Konzert ganz ohne Saxophon dabei. So kann man die große Vielfalt der Saxophone erwarten.

Aktualisierung (23.03.): Auf Grund der Corona-Pandemie sind gegenwärtig alle Veranstaltungen untersagt. Es ist nicht absehbar, ob Mitte April schon wieder Veranstaltungen in der Größe der Jazztage stattfinden dürfen und ob die Musiker anreisen können. Deshalb wurden inzwischen alle Konzerte abgesagt. Das ist ein herber Verlust für den Jazz in Magdeburg und für das Magdeburger Kulturleben. 

Das komplette Programm:

Donnerstag, 16.04.2019 im Gesellschaftshaus Magdeburg
20:00 Uhr  Der Eröffnungsabend
Veranstaltung auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt 

Steve Coleman and Five Elements (USA, GB)
Steve Coleman – Altsaxophon
Kokayi – wordsmith
Jonathan Finlayson – Trompete
Anthony Tidd – E-Bass
Sean Rickman – Percussion

Freitag, 17. April 2020 im Forum Gestaltung
19.00 Uhr Der Klubabend
Veranstaltung auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt 

Anna-Lena Schnabel Quartett (D, GE)
Anna-Lena Schnabel – Altsaxophon, Flöte
Florian Weber – Piano
Giorgi Kiknadze – Bass
Björn Lücker – Percussion

Philipp Gropper’s PHILM (D, AT)
Philipp Gropper – Tenorsaxophon
Philip Zoubek – Piano
Robert Landfermann – Bass
Oliver Steidle – Percussion

Olga Amelchenko Quartet (RU, UA, D, USA)
Olga Amelchenko – Altsaxophon, Komposition
Igor Osypov – Gitarre
Tom Berkmann – Bass
Jesus Vega – Percussion

Samstag, 18. April 2020 im Gesellschaftshaus Magdeburg
19.00 Uhr Das Saxophon
Veranstaltung auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt 

Roger Hanschel + Auryn Streichquartett (D, GB)
Roger Hanschel – Altsaxophon, Komposition
Matthias Lingenfelder – Violine
Jens Oppermann – Violine
Stewart Eaton – Viola
Andreas Arndt – Cello

The New European Saxophone Quartet (BG, LT, IT, D)
Anatoly Vapirov – Tenorsaxophon, Sopransaxophon
Vytautas Labutis – Tenorsaxophon, Sopransaxophon
Gianni Gebbia – Altsaxophon, Sopransaxophon
Warnfried Altmann – Tenorsaxophon, Sopransaxophon

Bodurov Trio feat. Trygve Seim (NO, BG, D)
Trygve Seim – Tenorsaxophon, Sopransaxophon
Dimitar Bodurov – Piano
Mihail Ivanov – Bass
Jens Düppe – Percussion

Sonntag, 19. April 2020 im Gesellschaftshaus Magdeburg
15.00 Uhr Das Familienkonzert
Veranstaltung auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt 

Frau Gerburg verkauft den Jazz (D)
Herr Hering, die liebe Frau Gerburg & die Jazzband:
Gerburg Maria Müller – Moderation
Matthias Debus – Bass
Alexandra Lehmlern – Saxophon
Claus Kiesselbach – Vibraphon
Stefan Cerin – Percussion

20.00 Uhr Das Abschlusskonzert
Veranstaltung auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt 

Ernie Watts Quartet (USA, D)
Ernie Watts – Tenorsaxophon
Christof Sänger – Piano
Rudi Engel – Bass
Heinrich Köbberling – Percussion

Mittwoch, 19. Februar 2020

Vorschau April: Magdeburger Jazztage

Bitte gleich im Kalender freihalten: vom 16. bis 19. April, in der Woche nach Ostern, finden die Magdeburger Jazztage statt. Nun bereits zum fünften Mal.

Vor Beginn des Februar-Konzertes kam Warnfried Altmann auf die Bühne, nicht nur um das nächste Konzert anzukündigen und die Musiker des Abends zu begrüßen. "Ich bin immer noch total euphorisch", sagte er dem Publkikum, "denn gerade heute haben wir die Zusage bekommen, dass wir die noch fehlende Förderung für die Magdeburger Jazztage bekommen".

Die Magdeburger Jazzszene ist zwar durchaus stabil, sogar die sehr anspruchsvollen Konzerte abseits des Mainstreams, wie man sie im Forum Gestaltung erleben kann, finden zunehmend auch neues Publikum. Aber ganz ohne Zuschuss geht es immer noch nicht und wird es wohl auch nicht gehen. Um so schöner, dass dieser Schritt geschafft ist. Für die Organisatoren ist es allerdings sehr schwer, bei so knapp eintreffenden Zusagen die Konzerte zu planen, schließlich sind auch die Termine der Musiker schon lange geplant. "Bis zum Termin der Jazztage sind nur noch 8 Wochen", sagte Warnfried Altmann, "Mir glühen jetzt noch die Ohren, weil ich natürlich gleich zum Telefon gegriffen habe und den Musiker zusagen musste".

Einige Namen nannte Altmann bereits, Musiker wie Steve Coleman and Five Elements, Ernie Watts Quartett, Philipp Gropper, Anatoly Vapirov, Roger Hanschel, Anna-Lena Schnabel. Mehr zum Programm und den Karten gibt es demnächst hier und auf der Webseite des Forum Gestaltung zu lesen. Aber erst mal gilt: Termin im Kalender eintragen.

Vorschau März: Fly Magic

Aktualisierung: 
(13.03.) Auf Grund der vorbeugenden Maßnahmen gegen das Corona-Virus muss das Konzert leider ausfallen.

Am Montag, dem 16. März 2020 um 20 Uhr ist Timo Vollbrecht mit seiner Band Fly Magic zu Gast bei Jazz in der Kammer.
Timo Vollbrecht –  sax
Keisuke Matsuno – git
Bernhard Meyer – eb
Sebastian Merk – perc

Auf seiner Webseite kann man in die Musik der Band reinhören: ein kräftiges, aber durchaus melodisches Saxophon trifft auf einen voluminösen Sound seiner Band. Klingt großartig und macht neugierig auf ein Live-Erlebnis.

Aus der Vorankündigung:
Timo Vollbrecht lebt seit Jahren in New York und Berlin und genießt die Vorzüge beider Metropolen. Sein Projekt „Fly Magic“ hat er in der US-Jazzmetropole gegründet; er verbindet darin Modern Jazz mit Indie-Rock, Minimal Music, Pop und klassischen Klängen.
Der erfrischend andersartige Sound mit immer wieder experimentellen Klang-Flächen dieses Kollektivs ist klangmalerisch, außerweltlich und vermittelt stets das Gefühl des Fliegens.

Montag, 17. Februar 2020

Fabian-Dudek-Quartett

Vier junge Jazzmusiker, die voller Dynamik kräftige Klänge auf die Magdeburger Jazzbühne brachten: das Fabian-Dudek-Quartett, mit
Fabian Dudek – sax, comp
Felix Hauptmann – p, synth
David Helm – b
Fabian Arends – perc

Von Beginn an war es ein Erlebnis, die vier jungen Jazzer aus Köln auf der Bühne zu erleben. Man hatte gar keine Zeit, sich lange einzuhören, so plötzlich ging es von Null auf Hundert. Ungewöhnlich: ein Bass-Solo gleich am Anfang des Konzertes: mit der Kraft einer großen Maschine bediente David Helm den Bass mit Fingern und Bogen, erst schrammten tiefe Töne ins Publikum, dann holte er aus den Saiten Obertöne heraus, entlockte diesem großen Instrument ungewöhnlich hohe Klänge. Welch eine Ouvertüre! Als sich dann Felix Hauptmann am Flügel und Fabian Arends am Schlagzeug in die Musik einmischten ergab sich für kurze Zeit der Klang eines vergleichsweise "normalen" Klaviertrios, bis dann Fabian Dudek sein Saxophon kräftig blies, die Tonleitern rauf und runter kleine Melodieteile aneinanderreihend.

Spätestens nach dem ersten Stück hatten sich die Ohren in die Klänge des Quartetts eingehört, wurde die kräftige Musik vertrauter. Dabei gab es zwischen all der Wildheit immer wieder ruhigere Phasen, Gelegenheit zum ausruhen, wenn etwa ein Klaviersolo mit klaren, nachhallenden Akkorden kam. Aber nicht lange, dann knallte das Schlagzeug wie ein Schuss dazwischen. Interessante klangliche Assoziationen ergaben sich, als Klavier und Saxophon im Duett spielten. Eine eigentümliche Klangwolke, in der man sich allen Dissonanzen zum Trotz wohlfühlen konnte. 

Donnerstag, 30. Januar 2020

Vorschau Februar

Am Montag, dem 17. Februar 2020 gibt es ein Konzert mit Fabian Dudek und seinem Quartett. Junger Jazz aus Köln. Beginn ist 20.00 Uhr

Fabian Dudek – sax, comp
Felix Hauptmann – p, synth
David Helm – b
Fabian Arends – perc
Hört man in Tonbeispiele der Band rein, zum Beispiel in das unten verlinkte Video, dann erlebt man eine strukturierte, konzentriert gespielte Musik. Bestimmt wird sie von kräftigen Klängen der einzelnen Instrumente die Musik, die jedes für sich klare Akzente setzen.

Aus der Ankündigung:
Seit jeher zerren zwei Kräfte am Jazz. Da ist auf der einen Seite die Macht des Geistes, wie sie sich in ausgefuchsten Kompositionen niederschlägt. Doch von Anfang an gibt es auch das Andere, die ungestüme, wild forschende und nimmersatte Gewalt der Improvisation, die sich über das Regelwerk des notierten Werkes hinwegsetzen möchte. In der Musik des Fabian Dudek Quartetts manifestiert sich dieses prinzipielle Ringen um die gestalterische Oberhand.

Vorschau 2020 / Jahreskarte

Warnfried Altmann hat das Saxophon zum Thema des Jahresprogrammes 2020 gemacht. Einen ersten Eindruck gab es bereits beim ersten Konzert des Jahres am 20. Januar.



Jedoch mussten er und Norbert Pohlmann vor dem Beginn des Konzertes mitteilen, dass das Jahresprogramm wegen der bisher noch nicht feststehenden Finanzierung noch nicht bis zu Ende geplant werden konnte. "Ich denke, wir sind uns hier alle einige, dass wir diese Mischung der inspirierenden Musik haben wollen, dass wir sie brauchen", sagte Norbert Pohlmann dem Publikum. "In diesem Jahr wurden uns die Fördergelder halbiert, es reicht nur für ein halbes Jahr". Nach einiger Überlegung, was man in dieser Situation macht, entstand erst einmal ein Programm bis Mai. "Schließlich können wir bei einer Kulturhauptstadt-Bewerbung unter dem Titel 'Heraus aus der Leere' keine Leere hinterlassen", so Pohlmann, der zu versuchen versprach, die verbliebene Lücke zu füllen, auch noch eine Lösung für das zweite Halbjahr zu finden. Dazu können Sie später etwas an dieser Stelle und auf der Webseite des Forum Gestaltung lesen.

Dem Programm des Jahres 2020 sieht man die finanzielle Lage der Reihe nicht an, es kann sich mehr als sehen lassen. In den ersten sechs Monaten des Jahres gibt es wunderbare Musik, teils von jungen Musikern, teils von All-Stars der Szene. Hinzu kommen die Magdeburger Jazztage im April. Seien Sie also neugierig, kommen Sie zahlreich und sagen Sie es weiter!

Übrigens gibt es für die bereits feststehenden Konzerte eine (Halb)Jahreskarte, zum Preis von 60 (erm. 40) Euro. Auch für den Besuch der noch bevorstehenden fünf Konzert lohnt sich der Kauf dieser Karte noch.

Montag, 20. Januar 2020 // 20.00 Uhr
Subsystem & Gäste
Bauhauskapellentraum
Das Bauhaus wurde 100, und die Band Subsystem aus der Berliner Jazzszene hat sich von der sagenumwobenen „Bauhauskapelle“, die bei den legendären Bauhaus-Festen spielte, inspirieren lassen.
Almut Schlichting – bars,  comp
Sven Hinse – b, comp
Jacobien Vlasman – voc
Christian Kögel – git

Montag, 17. Februar 2020 // 20.00 Uhr
Fabian Dudek Quartett – Junger Jazz aus Köln
Ein Ringen zwischen der Macht des Geistes, wie sie sich in ausgefuchsten Kompositionen niederschlägt, und der ungestümen, wild forschenden und nimmersatten Gewalt der Improvisation.
Fabian Dudek – sax, comp
Felix Hauptmann – p, synth
David Helm – b
Fabian Arends – perc

Montag, 16. März 2020 // 20.00 Uhr
Timo Vollbrechts Fly Magic
Timo Vollbrecht lebt seit Jahren in New York und Berlin und genießt die Vorzüge beider Metropolen. Sein Projekt „Fly Magic“ hat er in der US-Jazzmetropole gegründet; er verbindet darin Modern Jazz mit Indie-Rock, Minimal Music, Pop und klassischen Klängen.
Timo Vollbrecht –  sax
Keisuke Matsuno – git
Bernhard Meyer – eb
Sebastian Merk – perc

16. bis 19. April 2020
Magdeburger Jazztage "Jetzt"
Dazu wird es ein gesondertes Programm geben. Bitte schauen Sie dem nächst an dieser Stelle nochmals nach.


Freitag, 22. Mai 2020 // 20.00 Uhr
Jazz in der Kammer spezial
große Besetzung und spezieller Termin

Jürgen Friedrich & Large Ensemble
Semisong

Jürgen Friedrich ist Pianist, Komponist, Dirigent und Hochschullehrer für Jazz, Improvisation und zeitgenössische Musik. An diesem Abend steht er er als Dirigent vor einem exquisiten Jazzensemble.
Johannes Ludwig – sax
Leo Huhn – sax
Sebastian Gille – sax
Uli Kempendorff – sax
Steffen Schorn – sax
Lorenzo Ludemann – trp
John-Dennis Renken – trp
Matthias Bergmann – trp
Nils Wogram – pos
Shannon Barnett – pos
Moritz Wesp – pos
Jan Schreiner – pos
Pablo Held – p
David Helm – b
Fabian Arends –  perc)
Jürgen Friedrich – leader

Montag, 15. Juni 2020 // 20.00 Uhr
Jazzlegende Gunter Hampel
Berlin-New-York Quartett

Gunter Hampel hat internationale Jazzgeschichte geschrieben, damals in den 60ern und 70ern in den USA. Er gehört zum Urgestein der absoluten Weltklasse, wie Marion Brown, Jeanne Lee und Anthony Braxton, mit denen er u. a. spielte.
Gunter Hampel – bcl, vib, fl
Johannes Schleiermacher – ts, music easel
Cavana Lee-Hampel – voc
Bernd Oezsevim – perc