Sonntag, 22. Februar 2026

Vorschau März: André Nendza "On Canvas"

Am Montag, dem 16. März gibt es um 20 Uhr die nächste Ausgabe von Jazz in der Kammer. Dann wird André Nendza mit seinem Quintett nach Magdeburg ins Forum Gestaltung kommen: 

Angelika Niescier – Saxophon
Matthias Bergmann – Trompete
Hubert Nuss – Piano
Alex Parzhuber – Schlagzeug
André Nendza – Bass

Aus der Ankündigung: 

In diesem neuen Ensemble des Bassisten André Nendza treffen fünf renommierte Musiker(innen) aus unterschiedlichsten Spielformen des Jazz aufeinander. In Zeiten, in denen sich die Szene immer feiner aufgliedert, wird hier das Verbindende gepflegt. Und einfach gemeinsam Musik gemacht. Die neuen Kompositionen von André Nendza basieren zumeist auf Formen und Changes bekannter Standards und bilden dadurch einen perfekten „common ground“, auf dem alle Beteiligten ihre individuelle Stimme einbringen können. Gegensätze und Spannungen sind dabei erwünscht und werden durch den Spaß an rhythmischer Intensität (sprich: Swing) aufgelöst. Die CD des Quintetts ist 2021 auf „Jazzsick Records“ erschienen. 

Angelika Niescier und André Nendza sind für das Magdeburger Jazzpubikum keine Unbekannten. Beide waren bereits bei Jazz in der Kammer zu hören, Niescier zuletzt im vergangenen Jahr, bei Nendza ist das bereits 17 Jahre her. Auf André Nendzas Webseite gibt es eine Hörprobe aus seinem Album On Canvas und einen Konzertmitschnitt. Bei Jazz in der Kammer erwartet uns eine Mischung von bekannten Spielarten des Jazz, bei denen alle Musiker ihre eigenen Akzente setzen können.

Mittwoch, 18. Februar 2026

Simon Popp Trio

Heute war das Simon Popp Trio bei Jazz in der Kammer im Forum Gestaltung zu hören. Drei Schlagzeuger auf der Bühne, Klang und Rhythmus bestimmt die Musik.

Simon Popp– Schlagzeug
Flurin Mück – Schlagzeug
Sebastian Wolfgruber – Schlagzeug
Flurin Mück, Simon Popp und Sebastian
Wolfgruber (von links nach rechts)

Schon beim Betreten des Raumes kommt ein Wow!-Gefühl auf: die gesamte Bühne steht voller Schlagzeug. Die komplette Bandbreite von der großen Base-Drum bis zu kleinen Percussion-Instrumenten, und das ganze gleich in unterschiedlicher Kombination drei mal, für drei Schlagzeuger. Nur Schlagzeug, sonst nichts - das sieht man nicht oft. Beeindruckend.

Dann setzt die Musik ein: mit einer über die gesamte Bühne hinweg stereoskopisch breit verteilten Klang. trotz des großen Instrumentariums zunächst überraschend sanft. Leise Trommeln mischen sich mit Percussion und nach indonesisch klingenden Blech. Später werden sich einige dieser metallsichen Klänge als elektronisches Pad herausstellen. Das ist dann aber auch schon alles, was elektronisch an Klängen erzeugt wird, alles andere entsteht rein akustisch. Zwischen Handpan und hölzerner Schlitztrommel ist auf der Bühne wohl alles versammelt, was es abseits des üblichen Drumsets an etwas exotischeren Instrumenten gibt. 

Freitag, 30. Januar 2026

Vorschau Februar: Simon-Popp-Trio

Am Montag dem 16. Februar gibt es das nächste Mal Jazz in der Kammer im Forum Gestaltung, dann mit dem Simon-Popp-Trio.  Beginn ist wie immer 20 Uhr.

Simon Popp – Schlagzeug
Flurin Mück – Schlagzeug
Sebastian Wolfgruber – Schlagzeug 


Aus der Ankündigung: 

Das Drum Trio um den in München lebenden Schlagzeuger und Komponisten Simon Popp schlägt sich mit einem feinen Gespür für Timing und Stimmung durch polyrhythmische Strukturen. Es kontrastiert erdige und luftige Klänge, verwischt die Grenzen zwischen der elektronischen und akustischen Welt und setzt so ein kraftvolles Statement dafür, was zeitgenössische Schlagzeugmusik heute sein kann: Eine satte Klangwelt, die sich der kompletten Bandbreite aller Schlaginstrumente bedient. Mal treibend, mal meditativ.

Popp, auch bekannt als Mitglied des Jazz-Quintetts Fazer, hat in München Jazzschlagzeug studiert und macht mit seiner Musik eine ganz eigene Kategorie der Nicht-Kategorie auf, „ [...] die ihre Stärke gerade daraus schöpft, dass sie sich zwischen Jazz, Pop oder Weltmusik bewusst nicht klar verortet. Und genau das macht Simon Popp zu einem der derzeit spannendsten Münchner Schlagzeuger." (Süddeutsche Zeitung). 2023 wurde Simon Popp mit dem Förderpreis für Musik der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. 



Montag, 19. Januar 2026

Dell – Lillinger – Westergaard

Im Forum Gestaltung war heute mit Dell – Lillinger – Westergaard ein Trio zu erleben, dessen Musiker bereits mehrfach in unterschiedlichen Besetzungen bei Jazz in der Kammer zu erleben waren.

Christopher Dell – Vibraphon, Komposition
Christian Lillinger – Perkussion, Komposition
Jonas Westergaard – Kontrabass

Beinahe hätte ich "auf der Magdeburger Jazzbühne" geschrieben, aber die drei Musiker hatten für ihr Konzert ein ungewöhnliches Setting gewählt: ihre Instrumente standen nicht auf der Bühne, sondern unten, in der Mitte des Saales, mit den Stuhlreihen ringsum im Kreis aufgestellt. Christopher Dell spricht zu Beginn des Konzertes über die Beziehung zwischen den Handlungssträngen des Konzerts und der Musik, und sagt: "wir wollen Sie dazu einladen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, zu erleben, wie die Musik an unterschedlichen Stellen im Raum klingt. Wechseln Sie einfach auch mal ihren Platz!"

Folgte man dieser Einladung, und einige taten dies wirklich im Lauf des Abends, konnte man wahrnehmen, wie sich der akustische Eindruck, das Empfinden der Musik je nach Position im Raum änderte.

Donnerstag, 15. Januar 2026

Vorschau Januar: Gedenkkonzert

39 Minuten – Ein Gedenkabend

Am 16. Januar vor 81 Jahren wurden im 2. Weltkrieg große Teile Magdeburgs zerstört. 39 Minuten, das ist die Dauer des nächtlichen Bomenangriffs, der Magdeburg in Schutt und Asche legte.

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Forum Gestaltung unter dem Titel "Ein wahres Elend, der verdammte Krieg" wieder ein Gedenkkonzert. Beginn ist 20 Uhr.

Zu hören sein werden: 

Warnfried Altmann – Saxophon
Hermann Naehring – Schlagzeug
Johanna Mohr – Sopran
Mohamad Issa – Rezitation

Aus der Ankündigung: 

Man muss nicht davon hören, dass Hitler Kommunist gewesen war und die deutsche Wirtschaft verstaatlicht hatte, um das abhandengekommene Geschichtsbewusstsein zu beklagen (oder gar zu begrüßen, je nach Perspektive und postulierter Handlungsoption). 

Der 16. Januar bleibt eingebrannt im urbanen Bewusstsein Magdeburgs, und entgegen der durchschaubaren Versuche seiner Dekontextuierung bleibt Aufklärung notwendig: zum Erhalt und zur Beförderung historischen Wissens. 

 Mit künstlerischen Mitteln erinnert das Forum Gestaltung seit nunmehr 20 Jahren an jedem 16. Januar an die heute 81 Jahre zurückliegende Zerstörung der Stadt, um der Opfer zu gedenken, ohne Ursachen und Wirkungen außer Acht zu lassen. 

Gemeinsam können um 21.28 Uhr im Innenhof des Forum Gestaltung Publikum und Beteiligte dem Glocken-Läuten aller Magdeburger Kirchen zuhören.

Mittwoch, 14. Januar 2026

Vorschau Januar: Dell – Lillinger – Westergaard

Am Montag, dem 19. Januar steht mit Dell – Lillinger – Westergaard ein Trio auf der Magdeburger Jazzbühne im Forum Gestaltung, dessen Musiker bereits mehrfach in unterschiedlichen Besetzungen bei Jazz in der Kammer zu erleben waren.

Christopher Dell – Vibraphon, Komposition
Christian Lillinger – Perkussion, Komposition
Jonas Westergaard – Kontrabass, Komposition 

Jonas Westergaard, Christopher Dell und 
Christian Lillinger (v.l.n.r.) Foto: Nino Halm

Aus der Ankündigung: 

Das Ensemble Dell-Lillinger-Westergaard wurde 2010 von Christopher Dell (Vibraphon, Komposition), Christian Lillinger (Perkussion, Komposition) und Jonas Westergaard (Kontrabass, Komposition) gegründet.

Die Wege der drei vielseitig veranlagten Instrumentalisten und Komponisten hatten sich in der Musikmetropole Berlin zuvor schon mehrfach gekreuzt, und so beschlossen sie, neben ihren diversen anderen Projekten insbesondere in dieser Trio-Besetzung eine eigene Musik zu entwickeln und sich dabei in Echtzeit immer wieder neu zu erfinden.  

Im Grenzbereich zwischen auskomponierter zeitgenössischer Musik, experimenteller Forschung und Avantgarde haben Dell-Lillinger-Westergaard seitdem ihre eigene musikalische Sprache geschaffen. Die gemeinsame Entwicklung ist durch zahlreiche Konzerte und Aufnahmen dokumentiert, aber auch durch die immer wiederkehrenden Kooperationen mit so unterschiedlichen musikalischen Partnern wie John Tchicai (Saxophon) oder Tamara Stefanovich (Klavier).