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Montag, 21. November 2022

Cansu Tanrikulu und Gille – Ramond – Kugel

Virtuoser Sprechgesang trifft auf Jazztrio: 

Ayşe Cansu Tanrikulu – Gesang
Sebastian Gille – Saxophon
Christian Ramond – Bass
Klaus Kugel – Schlagzeug

Das Konzert beginnt mit Gesang solo. Mit wenigen Tönen, die klingen, als seien sie Volksliedern in  Cansu Tanrikulus türkischer Heimat entlehnt. Nach dem Konzert sagte sie, "ich kann mich tatsächlich in meiner Muttersprache am gefühlvollsten ausdrücken". Erst etwas später und zunächst sehr verhalten reagieren die drei Instrumentalisten. Etwas Bass hier, etwas metallisch klingendes Schlagzeug dort, dazu erst leise, dann kräftiger das Saxophon von Sebastian Gille, das er im Klang der Stimme anpasst, wenn auch in anderer Tonlage. Zwischen Saxophon und der Sängerin baut sich eine musikalische Symbiose auf, wenn Tonfolgen hin und her gehen, jeweils verwandelt zurückgespielt werden.

Montag, 16. September 2019

Max Andrzejewskis Hütte & Guests play the Music of Robert Wyatt

Kräftige Musik mit einer begeisternden Sängerin war heute auf der Jazzbühne im Forum Gestaltung zu hören. Max Andrzejewskis Hütte & Guests stellte die aktuelle CD vor, auf der sie Musik von Robert Wyatt neu vertonten.
Max Andrzejewski – Schlagzeug
Tobias Hoffmann – Gitarre
Andreas Lang – Bass
Johannes Schleiermacher – Saxofon, Querflöte
Ayşe Cansu Tanrıkulu – Gesang
Jörg Hochapfel – Piano, Gitarre

Für sein aktuelles Projekt hat Max Andrzejewski seine "Hütte", sein Quartett, verstärkt, hat die Sängerin Ayse Cansu Tanrikulu und den Pianisten und Gitarristen Jörg Hochapfel hinzugeholt. Zu sechst verbreiten sie von der Bühne herab einen kräftigen Sound, der mal jazzmäßig gewohnt akustisch klingt, mal (oder sogar überwiegend) von Elektronik geprägt ist. Psychedelische Klangwelten tun sich aus, wenn die Instrumente elektronisch verfremdet werden, ihre Klänge sich überlagern, vervielfachen, verzerrt und verfremdet werden.

Hinzu kommt die begeisternde Sängerin Ayse Cansu Tanrikulu, die mit eindringlicher Stimme singt, vor sich ebenfalls ein Effektgerät, das zusätzliche Akzente setzt, Echos, Wiederholungen, Überlagerungen. Der Verwendung von Effektgeräten für die Stimme stehe ich zwar meist eher skeptisch gegenüber. Hier jedoch passen sie zu Cansu Tanrikulu, fügen ihrem kräftigen Gesang, manchmal sind es auch nur laut herausgeschrieene Worte, erst so richtig in die gewaltigen Klänge der Band ein. Dann wieder (wie bei "Cuckoo Madame") singt sie sehr sanft, bildet einen leisen Kontrast zu den interessanten Toneffekten der Band. Wenn ihre Stimme in solchen Stellen klar und einfach neben dem Saxophon zu hören ist, während die Sängerin im fahlen, blassblauen Bühnenlicht steht, dann hat das etwas sehr berührendes.