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Montag, 17. Oktober 2022

Jacobien Vlasman Trio

Heute war in Magdeburg das Jacobien VlasmanTrio zu erleben, mit gesangsbetontem Jazz, begleitet von elektronischer Gitarre und kräftigem Acoustic-Bass.

Jacobien Vlasman (vocals, electronics, composition, arrangements)
Peter Meyer (guitar, live processing, electronics)
Miles Perkin (bass, percussion, vocals, electronics)

Jacobien Vlasman setzt mit "Strange Faces" gleich zu Beginn des Konzertes ein Zeichen, wo es musikalisch hingehen soll. Die Stimme steht dabei erkennbar im Mittelpunkt. "Strange faces hanging on the wall where I walking" singt sie und der Text ist dabei ebenso rätselhaft wie die Stimme, Sprechgesang, teils durch Soundprozessoren elektronisch verfremdet. Deutlich im Mittelpunkt bleit der Gesang aber auch, als sie im nächsten Stück sehr viel lässiger singt, den Rhytmus von Gitarre und Bass aufnehmend. "Ich stelle mir dabei irgendwas lässiges vor, vielleicht durch Texas reiten, jedenfalls etwas das völlig easy ist", sagt sie dem Publikum über diese musikalische Wendung. 

Montag, 20. Januar 2020

Subsystem: Bauhauskapellentraum

Mit Anlehnungen an die verrückten Kunstvorstellungen des Bauhauses: die Berliner Band SUBSYSTEM mit ihrem Projekt Bauhauskapellentraum:
Almut Schlichting – Baritonsaxophon, Komposition
Sven Hinse – Kontrabass, Komposition
Jacobien Vlasman – Gesang
Christian Kögel – Gitarre

Die Band beginnt mit Sprechgesang, mit irgendwelchen verrückten Versen und Wortspielereien von den „Bauhaus-Bananas“, und einer Musik, in der „ausgerechnet Bananen“ steckt oder auch Zabadak, der erste Titel des Konzertes hatte zugleich etwas von komplizierter Rhythmik wie von lässig gesungener easy Strandmusik, wozu sicher auch die später hinzukommende Hawaii-Gitarre von Christian Kögel gehört. Neben der Stimme prägten vor allem der Bass und die Gitarre die Musik, Almut Schlichtings riesiges Baritonsaxophon summte ab und an wie ein brummendes Insekt darüber. Später entwickelten die Musiker ein Duett von Saxophon und Gitarre, erst langsam und dann, als der Bass dazu kommt, immer schneller werdend, eine Mischung aus dadaistischen Klängen und brasilianischen Rhythmen.

"Das entsprach auch dem Gefühl der damaligen Bauhauskapelle", sagte Almut Schlichting, "das war eine bunte und wilde Truppe, eine Tanzkapelle, die viel experimentiert hat, entstanden im Thüringer Jazz-Milieu". Aufnahmen gibt es nicht, erklärte sie weiter, "aber wir haben einiges zur Musik gefunden und zu eigenen Collagen verarbeitet". Eines davon, den Bauhausmarsch "Itten Mucha Mazdaznan", ist den ersten Bauhaus-Lehrern Johannes Itten und Georg Muche gewidmet. Und das damalige Erkennungszeichen der Bauhäusler, der Bauhaus-Pfiff ist darin verarbeitet. Auch wenn nicht viel überliefert ist, gibt es doch Berichte von Zeitzeugen, die von der Musik, die damals sehr wild gewirkt haben muss, überaus begeistert waren.