Posts mit dem Label Heinrich Köbberling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heinrich Köbberling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. April 2022

Christof Sänger Trio feat. Peter Weniger

Zum Abschluss der Jazztage gab es eher in Richtung old style gehenden Jazz, der gleichwohl frisch und modern daherkam: Peter Weniger mit dem Christof Sänger Trio.

Peter Weniger – Saxophon
Christof Sänger – Piano 
Rudi Engel – Bass
Heinrich Köbberling – Schlagzeug

Peter Weniger am Saxophon und das Trio des Pianisten Christoph Sänger spielen im Abschlusskonzert der Magdeburger Jazztage neben eigenen Kompositionen Musik, die mir irgendwie vertraut und doch unbekannt war. Stücke, die ich gefühlt (und mit einiger Unsicherheit) irgendwo in den 1960ern bis 70ern einordnen würde. Was den Reiz hatte, dass die Musik zwar nach Jazz-Standards klang, aber zugleich neu war. Perlende Pianoklänge, leicht schnarrendes Schlagzeug, langsamer Bass und warm tönendes Saxophon schufen ein schönes Flair. Nach den teils heftigen Klängen der vorangegangenen Tage des Festivals durfte es zum Ausklang auch etwas sanfter sein. 

Latin Rhythmen wie in Sinatras I'm a fool to want you oder in Christoph Sängers Lago azul (nicht nach dem Film, sondern nach einem Strand in Brasilien benannt) stehen für den Charakter des Abends. Sambarhythmen sind herauszuhören, am Klavier begleitet, dazu warmes Saxophon. Immer wieder gab es aber auch schnelle Soli der vier Musiker, virtuos gespielt. 

Samstag, 23. April 2022

Julia Hülsmann Quartett

Im zweiten Teil des "Saxophon"-Abends innerhalb der Magdeburger Jazztage war Julia Hülsmann Quartett zu erleben. 

Uli Kempendorff – Saxophon
Julia Hülsmann – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Heinrich Köbberling – Schlagzeug

Das Konzert begann mit einem von Uli Kempendorff gedämpft gespielten Saxophon, mit orientalisch klingenden Rhythmen und von Julia Hülsmann in harmonischer Übereinstimmung, wenn auch zurückhaltend begleitet. Marc Muellbauers kräftig gespielter Bass kam da kräftig zur Geltung. Not from here war das erste Stück, mit dem im Titel steckenden Gefühl, "noch nicht ganz angekommen zu sein". 

Mich faszinierte das Zusammenspiel der vier Musiker, das einfühlsame aufeinander hören, bei dem ein schöner Gesamtklang entstand. Alle vier trugen mit eigenen Stücken dazu bei. Mitunter auch mit kleinen Stories dazu, die den Titeln eine eigene Bedeutungsebene gaben. Etwa "The wesp on the window" (von Marc Muellbauer), mit langem und akkuratem Bassolo . Oder Uli Kempendorffs Post Post Post, sein Saxophon wurde mit leise perlenden Klaviertönen begleitet. Von Heinrich Köbberling kam Lightcap, (nach dem amerikanischen Musiker Chris Nightcap. Seine Rhythmen wurden von den hoch- und runterlaufenden Akkorden auf Klavier und Bass begleitet. 

Montag, 20. März 2017

Julia-Hülsmann-Trio

Heute stand das Julia-Hülsmann-Trio auf der Jazzbühne des Forum Gestaltung.
Julia Hülsmann – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Heinrich Köbberling – Schlagzeug

Das Julia-Hüslmann-Trio spielte vor vollem Haus und Warnfried Altmann war die Freude darüber anzumerken. "Es gibt nichts schöneres für einen Veranstalter, als dass er noch Stühle schleppen muß", sagte er bei der Begrüßung der Musiker. Für Julia Hülsmann war das Magdeburger Konzert der Auftakt einer Tournee, in dem sie gemeinsam mit ihrem Trio dessen neue CD "Sooner and Later" vorstellte.

Zarte Klavier-Akkorde standen am Beginn des Konzertes, mit denen Julia Hülsmann einen langsamen Beat vorgab. Als Baß und Klavier hinzukamen, blieb die Musik zunächst ruhig, nahm erst allmählich Fahrt auf. Überhaupt bestimmten über lange Zeit hinweg die ruhigen Töne des Trios das Konzert, mit langen Solos am Piano, das Julia Hülsmann lange nachklingen läßt. Sehr interessant war "Biz Joluktuk", ein Stück, daß das Trio von einem Workshop in Kirgisien mitbrachte. "In der Hauptstadt Bischkek kam eine 12jährige Geigerin auf uns zu und spielte diese Melodie", sagte Julia Hülsmann, "wir haben uns dann die Noten geben lassen und das Stück für unsere CD eingespielt". Mit sanften, langsam und leise nachklingenden Klaviertönen. Als das Schlagzeug einsetzt, sacht wie ein Sommerregen, wirkt selbst das wie die Störung einer himmlischen Ruhe. Das Ohr verfolgt die Melodie um so aufmerksamer und konzentrierter, bis sie zwischen Baß und Drums verschwindet.