Freitag, 24. Februar 2017

Vorschau März

Am Montag, dem 20. März wird um 20 Uhr das Julia-Hülsmann-Trio bei Jazz in der Kammer auftreten.
Julia Hülsmann – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Heinrich Köbberling – Schlagzeug

Bereits im Jahr 2015 war Julia Hülsmann zu Jazz in der Kammer angekündigt, damals kam ein Auftritt in New York dazwischen. Nun aber kommt die Pianistin mit ihrem Trio tatsächlich nach Magdeburg. Ich freue mich auf ihre ebenso gefühlvolle wie kräftige Klaviermusik.



Montag, 20. Februar 2017

Bauer und Rastig

Heute standen Conny Bauer und Louis Rastig auf der Jazz-Bühne des Forum Gestaltung:
Conny Bauer – Posaune
Louis Rastig – Piano

Vor dem Jazz-Konzert im Magdeburger Forum Gestaltung gibt Warnfried Altmann einen diesmal etwas umfangreicheren Ausblick ("einen längeren Werbeblock", wie er es scherzhaft nennt) auf die kommenden Konzerte, zu denen im April auch die Magdeburger Jazztage gehören. Und er erinnert an die Ursprünge von Jazz in der Kammer, das es bereits in den 70er Jahren gab. "Damals war der Jazz, war die freie Interpretation Musik des Protestes", sagte Altmann, "das Brechen von Normen, das Verstoßen gegen Konventionen war etwas revolutionäres". Und, auf den Posaunisten Conny Bauer hinweisend, "einer der ganz großen Musiker von damals steht heute wieder auf der Bühne von Jazz in der Kammer".

Conny Bauer beginnt das Konzert mit ganz einfachen Tonfolgen, mit einer Reihe sich wiederholender aufgelöster Akkorde. Langsam, wie sich an die Töne herantastend, während Louis Rastig ihm mit schnellen Variationen am Klavier schon vorauseilt. Bei Bauers ruhigen Tönen bleibt es nicht lange, auch er wird schneller, seine Tonstrukturen komplizierter, später setzt er auch noch seine Stimme ein, die sich den Klängen der Posaune überlagert, sie variiert. Das sind dann nicht mehr nur Töne eines Blasinstrumentes, mitunter mag man das Knurren eines wilden Tieres heraushören oder das Brummen einer (sich noch dazu auf der Bühne bewegenden) Maschine. Dazu hämmert Rastig seine Akkorde und Töne auf dem Flügel, bewegt sich auf der Klaviatur wirklich vom tiefsten zum höchsten Ton, variiert zugleich seine Lautstärke von kräftig laut bis fast unhörbar leise und sanft.

Montag, 13. Februar 2017

Kon-Bigband Magdeburg

Heute trat die Kon-Big-Band bei einem gemeinsamen Konzert mit dem Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt auf. Zur Eröffnung des Konzertes begrüßte Claus Dietmar George, Geschäftsführer des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt, die Musiker und die Konzertgäste.


Die Kon-Big-Band ist die Bigband des Magdeburger Telemann-Konservatoriums. Musiker unterschiedlicher Instrumente haben sich darin zusammengeschlossen, um gemeinsam moderne Big-Band-Musik zu spielen. Schon seit Jahren treffen sie sich regelmäßig zu Probenwochenenden. Da lag natürlich wie immer nahe, das dort gespielte auch vor großem Publikum aufzuführen. Diesmal fand das Konzert in der Scheune des Magdeburger Moritzhofes statt. 


Das Konzert der Kon-Big-Band unter Leitung von Erhard "Mohi" Buschendorf begann mit "Keumbo" vom Christin-Claas-Trio. Tammy Brückner intonierte ausdrucksvoll die Fantasiesprache des Stückes. Die begeisternde Sängerin war schon in einigen Konzerten der Vorjahre mit der Big-Band unterwegs. Den dann folgenden "Worksong" von Nat Adderley spielte die Band mit der Perfektion eines großen Orchesters, mit mitreißendem Rhythmus im Bläsersatz und einem Stück Blues in der Melodie. Ursprünglich sollte als weitere Sängerin der Kon-Big-Band auch Jessica Piontek auf der Bühne stehen. Aber die Erkältungswelle hatte sie und einige andere Musiker erfasst.

Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt

Nach der einwöchigen Arbeitsphase im Kloster Michaelstein trat das Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt heute bei einem gemeinsamen Konzert mit der Kon-Bigband des Telemann-Konservatoriums Magdeburg in der Scheune des Magdeburger Moritzhofes auf.


Claus Dietmar George, Geschäftsführer des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt, begrüßte das Jugendjazzorchester, das sich in diesem Jahr zu seiner 50. Arbeitsphase zusammengefunden hatte und die Ergebnisse dieses Jubiläums im heutigen Konzert präsentierte. George wies dabei auch auf die Einladung zum Reformationsjubiläum hin, die das Jugendjazzorchester erhalten hatte. Am 17. Juni wird es in Wittenberg ein Konzert aufführen, natürlich mit Musik und Liedern der Lutherzeit, die sie für Big-Band arrangiert aufführen. Bei so einem Ereignis mitzuwirken zu können, dazu eingeladen zu werden, darauf kann man wohl mit recht stolz sein. Und wer die Band schon  über Jahre hört, der weiß, daß sie wirklich auch das Potential dafür hat. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Ehre!


Spielte die vorangegangene Kon-Big-Band schon kräftig, so zeigte das Jugendjazzorchester, dass es noch kräftiger geht. Konzentriert spielten die Musiker gleich zum Anfang, bei Benny Carters "Easy Money", mit vollen Bläsereinsatz. Einige der Musiker hatten im Jugend-Jazzorchester schon den zweiten Auftritt des Abends, standen bereits mit der Kon-Big-Band auf der Bühne. In seiner Anmoderation wies Band-Leiter Ansgar Striepens auf diese teilweise Personaleinheit hin und lobte die Kon-Big-Band für ihre Musik. Voller Big-Band-Sound auch im nächsten Stück, dem "Double Barrel Blues" von Bob Florence, der den Musikern, vor allem den Bläsern, Raum für zahlreiche Solo-Parts gab.

Samstag, 21. Januar 2017

Vorschau Februar

Am Montag, dem 20. Februar um 20 Uhr gibt es ein Konzert von Conny Bauer und Louis Rastig.
Conny Bauer – Posaune
Louis Rastig – Piano
 

Ein Konzert, auf das ich mich sehr freue. Conny Bauer ist eine der Größen des Jazz. Diesmal steht er gemeinsam mit seinem Sohn auf der Bühne des Forum Gestaltung.

Montag, 16. Januar 2017

Gedenkkonzert

Heute fand im Rahmen von Jazz in der Kammer ein Konzert unter dem Titel "Ein wahres Elend, der verdammte Krieg" statt. Der 16. Januar ist der Gedenktag der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1945. Warnfried Altmann und Hermann Naehring  stellten diesen Anlass in den Mittelpunkt ihrer Musik, unterstützt von Mohamad Issa.
Warnfried Altmann – Saxophon
Hermann Naehring – Schlagwerk, Percussion
Mohamad Issa – Lesung

Warnfried Altmann, Organisator von Jazz in der Kammer, stand selbst auf der Bühne. So war es diesmal Norbert Pohlmanns Aufgabe, die Besucher des Konzerts zu begrüßen. Er erinnerte daran, daß seit Bestehen des Forum Gestaltung an jedem 16. Januar ein Gedenkkonzert anläßlich der Zerstörung Magdeburgs im Jahr 1945 stattfindet. Diesmal fiel dieser Jahrestag auf den Termin von Jazz in der Kammer. „Ziel unserer Gedenkkonzerte war immer, den Rechten etwas entgegenzusetzen, die diesen Tag für ihre Zwecke mißbrauchen wollen“, sagte Pohlmann.

In vielen der vergangenen Jahre wurde zur Musik eine Kollage von Filmbilder aus Rüstungsproduktion, Krieg und dem zerstörten Magdeburg gezeigt, die der Musik eine sichtbare Aussage gab. „Wir haben in diesem Jahr auf diesen Film verzichtet“, erklärte Norbert Pohlmann. „Die Menschheit bekommt heute mit den täglichen Live-Bildern jeden Tag einen Gedenktag gegen den Krieg“, sagte er und fügte hinzu: „Es geht schon längst nicht mehr um political correctness, sondern um human correctness.“ In Anlehnung an ein bekanntes Luther-Zitat gab er den Musikern und Konzertbesuchern die Hoffnung mit: „Und noch ist es nicht zu spät, einen Apfelbaum zu pflanzen.“ Und dennoch gibt es Gegenden, in denen auch heute die Welt untergeht, alles zerstört wird: "Wir erinnern mit unserem Konzert nicht nur an die Zerstörung Magdeburgs, sondern auch an die Zerstörung Aleppos", sagte Pohlmann. Und stellte Mohamad Issa vor, der aus Syrien nach Deutschland gefüchtet war und nun in Magdeburg lebt. Zur Musik von Warnfried Altmann und Hermann Naehring las er Gedichte.