Montag, 16. Februar 2015

The outer string trio

Am Montag, dem 16.02.15 war The outer string trio zu Gast im Magdeburger Schauspielhaus.
Werner Hasler (CH) – Trompete, Electronics
Vincent Courtois (F) – Violoncello
Julian Sartorius (CH) – Schlagzeug

Der Begriff der musikalischen Landschaften, den Werner Hasler zur Beschreibung seiner Musik benutzt, ist schon ganz zutreffend gewählt. Zu Beginn waren es nur Werner Haslers Trompete und Vincent Courtois' Cello, die erst leise klangen, allmählich kräftiger werdend und wenig später von Julian Sartorius rhythmisch begleitet. So wie in einem sich allmählich zur Umgebung öffnenden Landschaftspark stand man unmerklich schon in der Weite der Klanglandschaft. Eine Mischung aus Klängen und Rhythmen füllte den Raum, kaum etwas davon folgte vordergründig irgendwelchen Melodien. Es war Musik, die "einfach so" aus sich heraus in Fluß zu sein schien. Das alles jedoch in einer ganz sanften Weise, ruhig zwar, aber zugleich auf eine faszinierende Weise interessant.
Teilweise nahm Hasler seine Trompete ganz heraus und stand dann an seinem Computer, mit dem er das verarbeitete, was Courtois und Sartorius spielten. Das war Musik wie ein Soundtrack zu Metropolis, mit Hasler als Bediener der Musik-Maschine. Ein Experimentieren mit Tönen und Klängen, das einfach Freude machte. Durchaus auch anspruchsvoll ob des in gespannter Neugier konzentrierten Hörens.  
Courtois am Cello scheinbar immer neue Möglichkeiten findend, dem Instrument Töne zu entlocken (haben Sie schon mal erlebt, wie man ein Cello mit zwei Bögen gleichzeitig streicht), dabei hoch virtuos. In schnellen Glissandi die Saiten streichelnd, dann wieder kräftig gezupft. Töne jenseits gewohnter musikalischer Skalen wurden durch den spielerischen Umgang völlig vertraut und selbstverständlich. Sartorius stand dem Experimentieren nicht nach, wenn er nicht nur Rhytmen produzierte, sondern seinen Drums zuweilen auch an Streichinstrumente erinnernde Töne entlockte, mit angestrichenem und angeriebenem Trommelfell.
So gab es dann auch weite Strecken, die dem Dialog von Cello und Schlagzeug gehörten, und in die Hasler nur sparsam elektronische Klänge oder ganz leise Trompetentöne mischte.
Das Magdeburger Publikum zeigte sich als ein konzentriertes und aufmerksames, das auf die Klangexperimente einging. Selbst wenn nicht Töne der Instrumente, sondern einsetzende Stille den Raum füllte, als nach der eingespielten Stimme von John Cage The sound experience which i prefer to all others, is the experience of silence die Musiker ihr Spiel unterbrachen. Wenn normalerweise an solchen Stelle  Applaus vorprogrammiert ist, blieben die Zuhörer still und konzentrierten sich auf die dann noch bleibenden Geräusche im Raum. 
Das Trio spielt am liebsten in einem Set durch und Warnfried Altmann, der die drei Musiker schon am Vortag in seinem Heimatort Wangelin zu Gast hatte, sagte später "ich mußte die drei erst mal überreden, überhaupt eine Pause zu machen". Tatsächlich waren die Musiker so in ihrem musikalischen Fluß, in dem Einverständnis ihres Zusammenspiels versunken, daß sie noch lange hätten so weitermachen können. In meiner Erinnerung bleibt ein Konzert, bei dem man "einfach so" zuhörend alles Alltägliche vergessen konnte.


Dienstag, 10. Februar 2015

Vorschau Februar

Am Montag, dem 16.02.15 um 20 Uhr ist The outer string trio zu Gast im Magdeburger Schauspielhaus.
Werner Hasler (CH) – Trompete, Electronics
Vincent Courtois (F) – Violoncello
Julian Sartorius (CH) – Schlagzeug

Werner Hasler, der bereits in anderer Besetzung bei Jazz in der Kammer zu hören war, schreibt über die Musik seines Trios:
The outer string ist ein überraschendes Roadmovie durch das innere Kino. Die Reise führt ausserhalb von Dur und Moll durch Klangwelten, die eigenen Prinzipien folgen und bisweilen in der Luft schweben, um dann von imposanter Dynamik oder halsbrecherischem Interplay kontrastiert zu werden.
The outer string ist verbunden mit den tonalen Ideen des frühen europäischen zwanzigsten Jahrhunderts. Sie nährt sich aus der harmonielosen modalen Improvisationskunst der arabischen Taqsim-Kultur und bewegt sich im Kreise der Freiheiten der europäisierten Afro-Amerikanischen Musik.

The outer string mäandriert elegant und eigenständig zwischen neuer Musik, elektronischer Musik und improvisierter modaler Musik und erlaubt sich gleichsam Intellekt und Wärme ohne geistig zu verbocken.
Die polyglotte Handschrift ist aus einem Guss; gemeinsam erschaffene Klanglandschaften und individuelle Höhenflüge zeugen von eigenständigen Persönlichkeiten, die ihren Instrumenten mehr abringen als blosses Handwerk.


Bei seinem Konzert 2013 bereitete Hasler seine Trompetenklänge mit elektronischen Effekten auf, stellte sie in Loops zusammen, überlagerte und verfremdete sie. Jetzt kommt mit Vincent Curtois ein Cellist hinzu, der virtuose akustische Klänge beisteuert und Julian Sartorius, der sein Schlagzeug kräftig bedient. Wir dürfen gespannt sein.

Montag, 19. Januar 2015

FlyWe2TheMoon

FlyWe2TheMoon 
Roko Zahariev – Trompete, Percussion
George Donchev – Bass
Todor Stoyanov – Keyboards
Alexander Daniel – Schlagzeug

Der Name der Band, FlyWe2TheMoon, spielt mit den Assoziationen der Zuhörer, stellt man sich doch dabei entweder die Melodie von Fly me to the moon vor, oder vielleicht irgendetwas, das mit Mond und Raumfahrt zu tun haben könnte. Das jedenfalls ersteres nicht zutrifft, kündigte bereits Warnfried Altmann in seiner Anmoderation an. Letzteres könnte da eher stimmen, denn das Konzert begann mit sphärischen Klängen, Geräuschen wie aus Science-Fiction-Filmen, die Alexander Daniel auf seinen diversen elektronischen Instrumenten und Synthesizern mixt, von Roko Zaharievs Trompete als tragendem Element überlagert, von Bass und Schlagzeug begleitet. Mehr Sound-Experiment als Musik, etwas auf den ersten Blick schwer einzuordnendes. Zugleich auch etwas zeitloses, wenn man die Augen schloß und den Klängen lauschte, kam vielleicht ein Bild von StarTrek vor Augen, mit einem Raumschiff auf der Reise durch die tiefe Schwärze des Alls. Mitunter hörte man auch Anklänge an Elektronikpioniere wie Klaus Schulze oder Tangerine Dream. Später auch wieder eher akustische Töne, etwa wenn Zahariev leise und in sich gekehrt auf diversen Percussion-Instrumenten spielte, wenn die Musik von Trompete, Bass und Schlagzeug bestimmt wurde.


Die Musik der Band wurde in weiten Teilen vom Improvisieren bestimmt; es gab lange Strecken, in denen die Musiker sich einfach von den Inspirationen treiben ließen, die jeweils einer von ihnen mit kleinen Melodien vorgab. "We are on a flying carpet", sang Roko Zahariev in einem der Stücke zutreffend und sagte später zur Musik der Band: "We are no dealing with something before or after, we are dealing with now". Womit er die Art beschrieb, ohne vorherige Vorgabe das in Töne umzusetzen, was im Augenblick passiert.

Im Pausengespräch ordnete Roko Zahariev die Höreindrücke in einen noch weiteren Zusammenhang ein. "Wir kommen aus ganz unterschiedlichen musikalischen Bereichen", sagte er, "und sind von Free Jazz ebenso inspiriert wie von nativer afrikanischer oder indianischer Musik, aber auch Electronic oder Punk". Und fügt, nach dem Konzept der Musik gefragt,  hinzu, daß es bewußt keines gebe. "Wir sprechen vor jedem Konzert über die Vorstellungen, und da ist die Musik jeden Tag etwas anders". So entstehen aus der Mischung der vielfältigen Einflüsse groovige, elektronisch geprägte Klänge, die zu keinem exakten Genre zu gehören scheinen.


Freitag, 16. Januar 2015

Gedenkkonzert: "Ein wahres Elend der verdammte Krieg"

Mit dem Neuen Magdeburger Kammerchor unter der Leitung von Christian Hoffmann,
Johanna Mohr (sopran),
Warnfried Altmann (sax)
Hermann Naehring (dr, perc)
Friederike Franke

Der bezeichnende Titel "Ein wahres Elend, der verdammte Krieg" stand schon über vielen Konzerten, die es zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt Magdeburg im Forum Gestaltung gab. Zunächst im Saal und als Begleitung einer Filmcollage über Krieg, Zerstörung und Untergang aufgeführt – nun schon zum zweiten Mal in der Kombination von Chor, Saxophon und Schlagwerk und diesmal mit einer zusätzlichen Solo-Stimme.

Begonnen hatte das Konzert aber mit einer Lesung, aus dem Tagebuch von Lena Muchina. Still wurde es im flammenrot-düster beleuchteten Treppenhaus des Forum Gestaltung, als Friederike Franke Berichte aus dem Kriegswinter 1941/42 las. Berichte einer jungen Frau, die in Belagerung eingeschlossen Kälte und Hunger erlebt – und nach und nach den Tod aller ihrer Angehörigen. Da war nichts von heroischem Heldenmut zu spüren, nur Verzweiflung und Not. "Jetzt bin ich allein", endete der Auszug aus dem Tagebuch. Der Hinweis auf Leningrad als Ort des Geschens war da allenfalls zur historischen Einordnung des Gehörten wichtig, denn so oder ähnlich ging es damals Millionen und geht es auch noch heute. So lenkte Norbert Pohlmann mit seiner Inszenierung des Programm wie schon in den Vorjahren den Blick von der Zerstärung Magdeburg aus in einen größeren Zusammenhang, auf das universelle Leid der Zivilbevölkerung.

Friederike Franke

In die wieder einsetzende Stille mischten sich leise Stimmen, die erst allmählich als die Worte "Nie wieder Krieg" erkennbar wurden. Stimmen der Sänger und Musiker, die langsam das Foyer betraten und sich zu einem Chor formierten, der das "Nie wieder Krieg" in an- und abschwellende Sirenentöne formte. Ein Chor, der wie in der antiken Tragödie das Geschehen und die Gefühle kommentierend zusammenfaßt, ohne selbst eingreifen zu können.

Der Neue Magdeburger Kammerchor
Warnfried Altmann, Johanna Mohr
und Hermann Naehring

Der Chorgesang und Johanna Mohrs darüberliegender Sopran wurden von Hermann Naehrings lautem Schlagwerk kontrastiert, das die Granaten- und Bombenschläge nachbildend den Chor übertönte und in das Warnfried Altmanns Saxophon sich schreiend einmischte. Damit war der Krieg auch musikalisch angekommen.

Im Mittelteil des Konzertes bezogen die Musiker den kompletten Raum in ihre Aufführung ein. Der Chor hatte sich auf der oberen Etage aufgestellt, unsichtbar für die Zuhörer, und sang dort Stücke eines Requiems, während unten Naehring und Altmann spielten. Ein akustisches Experiment, das gleichwohl zu Stimmung und Anlaß des Konzertes paßte, hatten doch die langsam und getragen gesungenen Chorsätze durch den Hall des Raumes etwas erhabenes und zugleich mystisches.

Im dritten Konzertteil stand der Chor wieder auf der Treppe im Foyer und begleitete nochmals Johanna Mohr. Der Chorgesang, von Johanna Mohr gesungene Liedfragmente und von Altmann auf dem Saxophon gespielte Musik, in der man gelegentlich auch ein "Auferstanden aus Ruinen" heraushören konnte, verwoben sich zu einer eigenartigen Mischung, die schließlich mit dem leise ausklingenden "Nie wieder Krieg" des Chores endete.


Anschließend Schweigen, das lange anhielt, ehe das Publikum zögernd Applaus spendete. Zögernd darüber, ob man aus diesem Anlaß überhaupt klatschen darf oder soll. Und in der Tat gab es früher auch Konzerte, in denen das Publikum noch lange still sitzen blieb und erst allmählich und leise herausging.
Nicht lange nach dem Konzert ertönten überall in der Stadt und auch vor der Tür des Forum Gestaltung deutlich vernehmbar die Kirchenglocken, an den Beginn des Bombenangriffs erinnernd, der Magdeburg zerstören sollte.

Bleibt zum Schluß – und nicht zum ersten mal – die Frage, wie man über solche Musik schreiben soll und kann. Darf man ein solches Konzert überhaupt "schön" nennen. Ja, man darf. Es war ein schönes, ein ausgezeichnetes, ein wichtiges Konzert. Und was die Künstler geboten haben, war großartig. Allen voran der Neue Magdeburger Kammerchor, der sich in dieser Musik weit abseits von herkömmlichem Liedgut bewegte.


Dienstag, 6. Januar 2015

Vorschau Januar

Am Montag, dem 19.01.2015 um 20 Uhr heißt es wieder Jazz! Entdeckungen im Schauspielhaus. Diesmal mit FlyWe2TheMoon (Bulgarien):
Roko Zahariev – Trompete, Percussion
George Donchev – Bass
Todor Stoyanov – Keyboards
Alexander Daniel – Schlagzeug
Der Name der Band, FlyWe2TheMoon, mag etwas verwirren, hat man doch dabei gleich die Melodie von Fly me to the moon im Ohr (und dann wahrscheinlich in der bekanntesten Interpretation, mit Frank Sinatra als Sänger). Dabei hat die Musik von FlyWe2TheMoon nicht das mindeste mit Sinatras bekanntem Lied zu tun.  Statt eingängiger Lieder erwarten uns "spontane Klangskulpturen", die aus freier Improvisation heraus entstehen, wie die Musiker auf der Webseite der Band schreiben. Den dort verlinkten Tonschnipseln nach entstehen aus diesem Zusammenspiel durchaus melodische Klänge, durch die verwendete Elektronik groovig klingend, Musik wie für den modernen Clubsound gemacht.

Montag, 15. Dezember 2014

Sholar, Allen, Reyes

Auf der Bühne von Jazz! Entdeckungen im Schauspielhaus standen heute
Kelvin Sholar (USA) – Piano, Keyboards, electronics
Daniel "El Congo" Allen (Kuba) – Trompete, congas
Javier Reyes (Kolumbien) – Schlagzeug


Bevor die Band mit dem Konzert begann, sprach Kelvin Sholar von der Rolle der Musik als "der einen weltweiten Sprache", mit ihrer die Menschen verbindenden Funktion. Und er dankte Warnfried Altmann dafür, daß er mit der Organisation der Konzerte immer wieder Musiker und Publikum zusammenbringt. "Wir können überall auf der Welt spielen", sagte er, aber "es braucht Leute wie Altmann, die begreifen, wo neue Musik entsteht und die helfen, diese Musik weiter zu verbreiten".

Sholar führt in seinem Musikprojekt "XO" völlig unterschiedliche Welten zusammen, wenn er laute, computergenerierte elektronische Klangmuster als Grundlage nimmt und damit die akustischen Instrumente, auf denen teilweise auch Jazz-Standards erklingen, in eine ungewohnte Umgebung bringt. Daraus entsteht eine kräftige Musik, die in ihrer ungewohnten Mischung wohl recht einzigartig sein dürfte. Was mitunter zu dem Problem führt, daß auch unterschiedliche Publikumserwartungen aufeinandertreffen, wie Sholar im Pausengespräch sagte. Was nicht für das Magdeburger Publikum gilt – denn das ist schon seit Jahren damit vertraut, ja geradezu neugierig darauf, in der monatlichen Jazzreihe im Schauspielhaus immer wieder auf ungewöhnliche Klänge zu stoßen, auf "Neues von der improvisierten Musik" (in Anlehnung an den Untertitel einer Jazz-Sendung im DLF).

Kelvin Sholar, Daniel "El Congo" Allen und Javier Reyes

Sholar mischte zu Beginn elektronische Klänge in lateinamerikanische Rhythmen, in die sich Daniel "El Congo" Allen an den Congas und Javier Reyes an den Drums gegenseitig hinein steigerten.War das erste Stück laut und mitreißend, war das zweite das Gegenteil. Sholar spielte am Flügel solo, leise und leicht dahin gespielte Melodien. Als er begann dazu wie nebenbei mitzusingen, hatte das etwas sehr privates, es war als käme man als Zuhörer zufällig in einem Moment dazu, in dem der Musiker sich unbeobachtet fühlend nur so vor sich hin spielt. So ruhig blieb es aber nur kurz. Später mischte sich El Congos Trompete hinein, gab Reyes den Rhythmus vor, und plötzlich klang die Musik wie aus der großen Big-Band- und Swing-Zeit. Wenn Sholar eingangs versprach, das Publikum auf ein Experiment mitzunehmen, dann galt das auch für die elektronische Verfremdung der Trompetenklänge, die gesampelt und Echos gleich vervielfältigt  wurden, zu Klangmustern wuchsen. Man fühlte sich in ein Klanglabor versetzt, es blubberte und schwirrte durch den Raum. Duke Ellingtons Klassiker It Don’t Mean a Thing If It Ain’t Got That Swing, am Klavier angespielt, mal von der Trompete aufgenommen,mal nur noch im Rhythmus erkennbar, wurde zu einer langen, phantasievollen Improvisation. Ja, das hatte Swing.
Musikalisch saß Sholar zwischen allen Stilen (wenn mir das etwas banale Wortspiel erlaubt sei), wenn er nach harten Elektrobeats wieder in die akustischen Tasten griff und Jazzstandards spielte. Im Rhythmus-Wettlauf gegen zwei Schlagzeuger (Allen an den Congas und Reyes an den Drums) antretend – wer da wen vrantrieb (und wer das Rennen begann) war nicht klar zu entscheiden, so wild wurde die Musik. Zusammen mit den wieder einsetzenden Elektroklängen wurde die Bühne zu einer großen Drum-Machine, das Pendant zu den Posaunen von Jerichow. 

So kräftige Musik wie heute hatte Jazz in der Kammer schon lange nicht erlebt. Teils war die Musik laut, wie für eine große Festivalbühne gedacht, es fehlten nur Nebelmaschine und bewegte Scheinwerfergruppen. Dann wieder bestimmten die akustischen Instrumente den Ton. Mag die Musik einem Anhänger traditionellen Jazz' teilweise zu modern geklungen haben, für mich war sie ein Erlebnis. Erinnerten mich doch die eletronischen Klänge, auch an lange zurückliegende Jahre, als ich derartiges von Tangerine Dream oder Klaus Schulze hörte. Nur stand die Elektronik bei Sholar nicht im Vordergrund, war auch nicht bloße technische Spielerei. Der Sound-Mix der Band zeigte das gekonnte Bewegen in völlig unterschiedlichen Welten. 

Zuletzt: bei einem Dezember-Konzert liegt ja Weihnachten nahe. Nein, damit hatte das Konzert kein bischen zu tun. Eher war es ein Kontrastprogramm zur im Dezember allzuoft besinnlichen seichten Weihnachtsmusik.



Bonusmaterial:
Kelvin Sholar hat in seinem Youtube-Kanal zwei Videos vom Magdeburger Konzert veröffentlicht, die einen kleinen Eindruck von der Musik geben.