Trio Elf mit
Gerwin Eisenhauer – Schlagzeug
Walter Lang – Piano
Sven Faller – Bass
Mario Sütel – Electronics
Was für eine Kraft! möchte man ausrufen, wenn man die Musik von Trio Elf hört. Die Band war mit Abstand das Stärkste, was ich in der zurückliegenden Zeit gehört habe. Wenn das Trio über sich selbst sagt, "Nicht schon wieder ein weiteres Jazztrio", dann ist da schon was dran. Die Musik ist so ungewohnt, ist für den Jazz vielleicht so etwas wie vor Jahren die Neue Deutsche Welle für den Pop. Oder, nein, Trio Elf ist (im Sinne von unerhört neuer Musik) Punk-Rock. Ist frisch, frech und laut – und ist doch gleichzeitig auch perfekt und sauber gespielt.
Das Konzert begann dabei noch ganz ruhig. In "Elfenklang" (welch schönes Wortspiel) ließ Walter Lang seine Pianoakkorde lange nachhallen, von Sven Faller am Bass nur sparsam begleitet – bis dann plötzlich und laut Gerwin Eisenhauers Schlagzeug einsetzte. Mit einem einfachen klaren Rhythmus, aber mit vollem Einsatz. Bereits dieser Beginn stand für den kompletten Abend, (wenige) ruhige Teile wechselten sich mit lauten kräftigen ab. An den ruhigen Stellen eines Stückes konnte man durch den Einsatz von Elektronik indische Tabla-Klänge heraushören, konnte man die Augen schließen und träumen, bis dann, als wäre es den Musikern zu ruhig geworden, das Schlagzeug die Musik explosionsartig in ein wildes Furioso verwandelt. Die von Mario Sütel vom Mischpult aus zugespielten Klänge – oft von den Instrumenten unmittelbar abgegriffene Töne, gesampelt und verfremdet und dann wieder eingespielt – waren an vielen Stellen deutlicher Bestandteil der Musik, jedoch nie in einem störenden Übermaß. So waren dann auch mal Instrumente zu hören, die auf der Bühne nicht zu finden waren, wie die singenden Sägen in "Down". Oder gesampelte Schlagzeugklänge, mit denen Sütel in Dialog mit Eisenhauer trat. Interessant war auch "Why? Because!", eine (wie die Musiker sagten) Mischung zwischen Bach und Beatles, (oder wie ich sagen würde: irgendwas zwischen Dur, Moll und 12-Ton-Musik), bei dem tatsächlich Fugen von Bach herauszuhören waren: 1. Satz Andante, 2. Satz Allegro Prestissimo. Ja, laut war die Musik, teils bis fast an die Schmerzgrenze heran. Und obwohl ich da ein wenig empfindlich bin – bei Trio Elf hat das alles zusammengepasst, leiser hätte man die Musik kaum richtig über die Bühne bringen können. Mein Favorit (auch von der aktuellen Live-CD, die beim Schreiben grad im Hintergrund läuft): Hammer Baby Hammer! – Maschinenmusik, bei der ein D-Zug durchs Publikum fährt.
In den Moderationen, bei denen sich alle drei Musiker abwechselten, ging es bei der Ansage des Kraftwerk-Titels "Die Mensch-Maschine" auch darum, welche Musik aus Deutschland im Ausland bekannt ist, wie die Deutschen dort wahrgenommen werden. Nach den Auslandstouren des Trios wird wohl auch das Bild eines vielleicht merkwürdigen, aber sehr kräftigen und lebendigen deutschen Jazz gehören.
Nach dem Konzert konnte man von einigen Konzertbesuchern hören, daß sie sich am liebsten zur Musik bewegt, dabei getanzt hätten. Oder auch ein, wie es Warnfried Altmann auf den Punkt brachte, "Phantastisch!".
Montag, 18. November 2013
Trio Elf
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Bass,
Elektronik,
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Schlagzeug,
Sven Faller,
Walter Lang
Sonntag, 17. November 2013
Stephan-Becker-Trio (Schwarzweiß-Fotos)
Und hier sind noch die Fotos des Magdeburger Fotografen Thomas Hohlbein vom Konzert
des Stephan-Becker-Trio.
Donnerstag, 14. November 2013
Vorschau November
Im November steht das Trio ELF auf dem Programm von Jazz! im Schauspielhaus. Die drei Musiker spielen mit ihrer Mischung zwischen melodischer Pianomusik und Drum'n'bass eine sehr moderne, aber gut hörbare Form des Jazz.
Gerwin Eisenhauer – Schlagzeug
Walter Lang – Piano
Sven Faller – Bass
Mario Sütel - Electronics
In ihrer Presseinfo schreiben sie über sich selbst:
"Wir sind kein Jazztrio, wir sind Trio Elf. Was, Sie wissen nicht, wer Trio Elf ist?" empört sich Sven Faller, der Bassist. "Nicht schon wieder ein weiteres Jazztrio" lautet der provozierende Ausgangspunkt seiner gespielten Auflehnung. Im Interview auf die Spezialität, das Besondere, das Neue an einem weiteren Jazzklaviertrio angesprochen, fällt den drei Protagonisten ein: "Gerwin hatte die Idee, mit einem akustischen Trio elektronische Musik von LTJ Bukem oder Aphex Twin umzusetzen. Die Idee haben wir erweitert und noch Stücke von Thelonious Monk und Milton Nascimento mit Drum'n'Bass-Beats kombiniert" lautet eine der erhellenden Antworten.
Mit ihrer Vision eines clubtauglichen Akustikjazz fügen sie der weiten Palette der Jazztrios eine neue Farbe hinzu, die bisher nicht sichtbar war. "Begonnen hat Elf als Band bei Jungle-Raves, wo wir zusammen mit DJs in Clubs gespielt haben. Wir haben uns dann überlegt, die Grooves, Feels und rhythmische Ästhetik in den Jazzkontext zu übertragen und zu schauen, was passiert".
Und es passiert so Einiges. Die selbstbetitelte Debüt-CD berichtet von organischem, lyrischem, tänzelndem, facettenreichem, gefühlvollem, virtuosem und raffiniertem Drum'n'Bass'n'Piano-Jazz. So modern und vielseitig, dass man den augenverdrehenden Erstgedanken "Nicht schon wieder ein weiteres Jazztrio" getrost in den gelben Sack für Vorurteile entsorgen kann.
"Wir glauben, dass es eine Menge Hörer gibt, die sich weniger für authentische Stilpflege als für authentischen Ausdruck, überraschende Kombinationen, Assoziationen und Auseinandersetzungen interessieren". Mit dieser Meinung stehen Elf beileibe nicht alleine. Sie sind nicht die Einzigen, die die Faxen dicke haben, "von der manchmal eintönigen Ambientgrooverei vieler Elektronikprojekte und von den oftmals starren Klischees, wie eine Jazzaufnahme zu klingen hat".
Eisenhauer, 1967 geboren, studiert von 1990 bis 1993 in New York und spielte bisher u.a. mit Torsten de Winkel, John Davis, Tony Lakatos, John Ehteridge, Richie Blackmore und Georg Ringsgwandl. Pianist Walter Lang (geboren 1961) studierte in Berklee, und Sven Faller glänzte als Sideman von Johannes Enders, Charlie Mariano, Konstantin Wecker, Bobbby Watson, Chico Freeman (u.v.a.). Auch er hat eine fundierte Ausbildung in New York genossen, und natürlich verfügen alle drei über ausreichend Banderfahrung, diverse Veröffentlichungen in unterschiedlichsten Besetzungen, Preise und vieles andere (darunter auch Querverbindungen zu Jane Monheit, Jim Beard und John Pattitucci).
Der Name bedeutet übrigens nichts anderes als Eisenhauer, Lang undFaller, was wiederum - unschwer zu erraten - auf die Nachnamen der Akteure verweist.
Gerwin Eisenhauer – Schlagzeug
Walter Lang – Piano
Sven Faller – Bass
Mario Sütel - Electronics
In ihrer Presseinfo schreiben sie über sich selbst:
"Wir sind kein Jazztrio, wir sind Trio Elf. Was, Sie wissen nicht, wer Trio Elf ist?" empört sich Sven Faller, der Bassist. "Nicht schon wieder ein weiteres Jazztrio" lautet der provozierende Ausgangspunkt seiner gespielten Auflehnung. Im Interview auf die Spezialität, das Besondere, das Neue an einem weiteren Jazzklaviertrio angesprochen, fällt den drei Protagonisten ein: "Gerwin hatte die Idee, mit einem akustischen Trio elektronische Musik von LTJ Bukem oder Aphex Twin umzusetzen. Die Idee haben wir erweitert und noch Stücke von Thelonious Monk und Milton Nascimento mit Drum'n'Bass-Beats kombiniert" lautet eine der erhellenden Antworten.
Mit ihrer Vision eines clubtauglichen Akustikjazz fügen sie der weiten Palette der Jazztrios eine neue Farbe hinzu, die bisher nicht sichtbar war. "Begonnen hat Elf als Band bei Jungle-Raves, wo wir zusammen mit DJs in Clubs gespielt haben. Wir haben uns dann überlegt, die Grooves, Feels und rhythmische Ästhetik in den Jazzkontext zu übertragen und zu schauen, was passiert".
Und es passiert so Einiges. Die selbstbetitelte Debüt-CD berichtet von organischem, lyrischem, tänzelndem, facettenreichem, gefühlvollem, virtuosem und raffiniertem Drum'n'Bass'n'Piano-Jazz. So modern und vielseitig, dass man den augenverdrehenden Erstgedanken "Nicht schon wieder ein weiteres Jazztrio" getrost in den gelben Sack für Vorurteile entsorgen kann.
"Wir glauben, dass es eine Menge Hörer gibt, die sich weniger für authentische Stilpflege als für authentischen Ausdruck, überraschende Kombinationen, Assoziationen und Auseinandersetzungen interessieren". Mit dieser Meinung stehen Elf beileibe nicht alleine. Sie sind nicht die Einzigen, die die Faxen dicke haben, "von der manchmal eintönigen Ambientgrooverei vieler Elektronikprojekte und von den oftmals starren Klischees, wie eine Jazzaufnahme zu klingen hat".
Eisenhauer, 1967 geboren, studiert von 1990 bis 1993 in New York und spielte bisher u.a. mit Torsten de Winkel, John Davis, Tony Lakatos, John Ehteridge, Richie Blackmore und Georg Ringsgwandl. Pianist Walter Lang (geboren 1961) studierte in Berklee, und Sven Faller glänzte als Sideman von Johannes Enders, Charlie Mariano, Konstantin Wecker, Bobbby Watson, Chico Freeman (u.v.a.). Auch er hat eine fundierte Ausbildung in New York genossen, und natürlich verfügen alle drei über ausreichend Banderfahrung, diverse Veröffentlichungen in unterschiedlichsten Besetzungen, Preise und vieles andere (darunter auch Querverbindungen zu Jane Monheit, Jim Beard und John Pattitucci).
Der Name bedeutet übrigens nichts anderes als Eisenhauer, Lang undFaller, was wiederum - unschwer zu erraten - auf die Nachnamen der Akteure verweist.
Sonntag, 10. November 2013
Benedikt-Jahnel-Trio (Schwarzweiss-Fotos)
Vom Magdeburger Fotografen Thomas Hohlbein bekam ich diese Fotos vom Konzert
des Benedikt-Jahnel-Trio.
Montag, 21. Oktober 2013
Stephan-Becker-Trio
Stephan Becker – Piano
Stefan Rey – Bass
Thomas Esch – Schlagzeug
Das Foyer des Magdeburger Schauspielhauses war beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Stephan-Becker-Trio die Bühne betrat. Anfangs ließ Stephan Becker seine Finger mit ruhigen Tönen über die Tasten gleiten, während ihn Stefan Rey am Baß und Thomas Esch an den Drums mit kräftigen Tönen begleiten. Mit dem Programm stellte die Band ihre aktuelle CD "Urban Poems" vor. Wenn das erste Stück, "Taste of time" für den musikalischen Zeigeist der Band steht, dann ist dies ein moderner und rhythmusbetonter. Stephan Becker moderiert selbst das Konzert, hatte zu jedem Titel ein paar Erklärungen, wie auch beim zweiten, den er Paris 2002 nannte, als Remineszenz an einen Urlaub in Paris, den er ruhig, die Seele baumeln lassend verbrachte. Und so begann das Stück auch ruhig, wie ein leises Lied, mit dem Gedanken daran, durch die Stadt zu schlendern, um dann zunehmend den Rhythmus der Großstadt aufzunehmen. Und so hatten viele der Stücke etwas von Programmmusik, konnte man sich, wenn man sich darauf einließ, eigene assoziative Vorstellungen machen. Die dann durchaus auch abweichen können: so hätte ich das Stück "Our joint journey" (von Becker seinem zehnten Hochzeitstag gewidmet) den ruhigen Klängen des Schlagzeugs nach selbst eher "regnerischer Herbsttag" benannt, es hatte etwas ruhig-melancholisches an sich und erinnerte mich an einige schöne Stücke von Vince Guaraldi. Bei anderen Titeln zeigte sich Beckers Liebe zu bildhaften Titeln, sei es Cat Scratch, bei dem man die Katzen förmlich herumspringen sehen konnte oder auch bei Cooking Queen.
Mit dem letzten Stück "Metropolis Backyard", einem langem ruhigen Klaviersolo, in das Rey und Esch nur für die letzten Akkorde einstimmten, war das Konzert noch nicht zu Ende. Das begeisterte Magdeburger Publikum ließ die Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne.
Stefan Rey – Bass
Thomas Esch – Schlagzeug
Das Foyer des Magdeburger Schauspielhauses war beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt, als das Stephan-Becker-Trio die Bühne betrat. Anfangs ließ Stephan Becker seine Finger mit ruhigen Tönen über die Tasten gleiten, während ihn Stefan Rey am Baß und Thomas Esch an den Drums mit kräftigen Tönen begleiten. Mit dem Programm stellte die Band ihre aktuelle CD "Urban Poems" vor. Wenn das erste Stück, "Taste of time" für den musikalischen Zeigeist der Band steht, dann ist dies ein moderner und rhythmusbetonter. Stephan Becker moderiert selbst das Konzert, hatte zu jedem Titel ein paar Erklärungen, wie auch beim zweiten, den er Paris 2002 nannte, als Remineszenz an einen Urlaub in Paris, den er ruhig, die Seele baumeln lassend verbrachte. Und so begann das Stück auch ruhig, wie ein leises Lied, mit dem Gedanken daran, durch die Stadt zu schlendern, um dann zunehmend den Rhythmus der Großstadt aufzunehmen. Und so hatten viele der Stücke etwas von Programmmusik, konnte man sich, wenn man sich darauf einließ, eigene assoziative Vorstellungen machen. Die dann durchaus auch abweichen können: so hätte ich das Stück "Our joint journey" (von Becker seinem zehnten Hochzeitstag gewidmet) den ruhigen Klängen des Schlagzeugs nach selbst eher "regnerischer Herbsttag" benannt, es hatte etwas ruhig-melancholisches an sich und erinnerte mich an einige schöne Stücke von Vince Guaraldi. Bei anderen Titeln zeigte sich Beckers Liebe zu bildhaften Titeln, sei es Cat Scratch, bei dem man die Katzen förmlich herumspringen sehen konnte oder auch bei Cooking Queen.
Mit dem letzten Stück "Metropolis Backyard", einem langem ruhigen Klaviersolo, in das Rey und Esch nur für die letzten Akkorde einstimmten, war das Konzert noch nicht zu Ende. Das begeisterte Magdeburger Publikum ließ die Musiker erst nach einer Zugabe von der Bühne.
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Stephan Becker,
Thomas Esch
Start in die 24. Saison
Zur Eröffnung der inzwischen schon 24. Saison von Jazz in der Kammer, oder von Jazz! Entdeckungen im Schauspielhaus, wie die Magdeburger Jazzreihe seit diesem Jahr heißt, war der Saal fast bis zum letzten Platz gefüllt. Dem Organisator und künstlerischen Leiter der Reihe, Warnfried Altman, war die Freude darüber anzusehen, als er auf der Bühne stehend die Gäste begrüßte.
In seiner Ankündigung des Programms nannte Warnfried Altmann auch die Gründe für die Umbenennung von Jazz in der Kammer in Jazz! Entdeckungen im Schauspielhaus. Auch wenn er sagte, "normalerweise macht man das nicht, eine so traditionsreiche Reihe umzubenennen", (ganz meine Meinung) und sich anfangs nicht so recht mit der Entscheidung des Theaters anfreunden konnte, so gibt es für ihn nach einigem Überlegen inzwischen auch Gründe, die Umbenennung nun auch selbst mit zu vertreten. Zum einen gebe es die Kammerspiele nun schon einige Jahre nicht mehr, und der Name "Jazz in der Kammer" sei ihm oft genug auch falsch wiedergegeben worden, was dann zu Jazz im Keller oder Jazz im Club wurde. Zum anderen erhofft sich das Theater von der Nennung der Spielstätte im Namen auch einen höheren Bekanntheitsgrad.
An der musikalischen Qualität wird sich jedenfalls nichts ändern, soviel ist schon sicher. In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden Konzerte und hoffe darauf, daß das Magdeburger Theater die Jazzreihe auch in den kommenden Jahren weiterführt. Und sollte ich in den kommenden Einträgen das eine oder andere mal noch den Namen Jazz in der Kammer verwenden, so seht es mir nach, es ist eben zu einem lange vertrauten Begriff geworden.
Vor der Vorstellung der Musiker des heutigen Abends gab er einen Überblick über die kommenden Konzerte. Wie immer eine breit gefächert Mischung, die von klassischem Jazz bis zur experimentelle Performance reicht.
Ich habe mich mal hingesetzt und durch die Homepages der Musiker durchgeschaut und -gehört. Wenn ich jetzt nur schreiben würde "es gibt auch in diesem Jahr wieder viel interessantes und neues", (was natürlich stimmt), dann wäre das eigentlich nur ein Allgemeinplatz, etwas worauf man ohnehin schon seit Jahren bei Jazz in der Kammer setzen konnte. Deshalb in aller Kürze im einzelnen, und hören Sie selber mal hier und dort rein, wenn Sie neugierig darauf sind – oder noch besser, kommen Sie immer am dritten Montag des Monats ins Magdeburger Schauspielhaus.
In diesem Jahr wären da drei klassische Klavier-Jazz-Trios und – was wir an der Stelle lange nicht hatten – auch mal wieder eine Band mit Gesang: Die Band Rose Hip mit Christiane Hagedorn. Eine wunderbare Stimme und musikalisch eine unbedingte Empfehlung für den Januar. Im Dezember mit dem Alexander-von-Schlippenbach-Trio drei Altmeister des Jazz, mit einer sehr kräftigen und improvisierten Musik und damit ziemlich genau das Gegenstück zu weihnachtlich-besinnlichen Tönen. Zuvor im November eine Mischung zwischen melodischer Pianomusik und Drum'n'bass mit dem Trio ELF, eine sehr moderne, aber gut hörbare Form des Jazz. Im Februar gehört die Jazzbühne der Weltmusik, wenn Ek Safar mit Klavir, Klarinette und Tabla auf der Bühne stehen. Im März gibt es mit Stephan Max Wirths "Passion" geheimnisvoll-düstere Saxophon-Klänge. Im April holt sich Warnfried Altmann den Percussionisten und Schlagwerker Hermann Naehring nach Magdeburg, mit dem er dann selbst auf der Bühne stehen wird. Da werden dann wohl die Fenster des Schauspielhauses vom Klang von Naehrings Trommeln vibrieren. Im Mai das Kathrin-Lemke-Quartett mit "My personal Heimat", von dem man altbekannte Lieder auf verblüffende Weise neu interpretiert hören kann. Zum Abschluß der 24. Saison steht der Saxophonist Roger Hanschel gemeinsam mit dem iranischen Percussionisten Afra Mussawisade und Ernst Reijseger am Violoncello auf der Bühne.
Ich habe mich mal hingesetzt und durch die Homepages der Musiker durchgeschaut und -gehört. Wenn ich jetzt nur schreiben würde "es gibt auch in diesem Jahr wieder viel interessantes und neues", (was natürlich stimmt), dann wäre das eigentlich nur ein Allgemeinplatz, etwas worauf man ohnehin schon seit Jahren bei Jazz in der Kammer setzen konnte. Deshalb in aller Kürze im einzelnen, und hören Sie selber mal hier und dort rein, wenn Sie neugierig darauf sind – oder noch besser, kommen Sie immer am dritten Montag des Monats ins Magdeburger Schauspielhaus.
In diesem Jahr wären da drei klassische Klavier-Jazz-Trios und – was wir an der Stelle lange nicht hatten – auch mal wieder eine Band mit Gesang: Die Band Rose Hip mit Christiane Hagedorn. Eine wunderbare Stimme und musikalisch eine unbedingte Empfehlung für den Januar. Im Dezember mit dem Alexander-von-Schlippenbach-Trio drei Altmeister des Jazz, mit einer sehr kräftigen und improvisierten Musik und damit ziemlich genau das Gegenstück zu weihnachtlich-besinnlichen Tönen. Zuvor im November eine Mischung zwischen melodischer Pianomusik und Drum'n'bass mit dem Trio ELF, eine sehr moderne, aber gut hörbare Form des Jazz. Im Februar gehört die Jazzbühne der Weltmusik, wenn Ek Safar mit Klavir, Klarinette und Tabla auf der Bühne stehen. Im März gibt es mit Stephan Max Wirths "Passion" geheimnisvoll-düstere Saxophon-Klänge. Im April holt sich Warnfried Altmann den Percussionisten und Schlagwerker Hermann Naehring nach Magdeburg, mit dem er dann selbst auf der Bühne stehen wird. Da werden dann wohl die Fenster des Schauspielhauses vom Klang von Naehrings Trommeln vibrieren. Im Mai das Kathrin-Lemke-Quartett mit "My personal Heimat", von dem man altbekannte Lieder auf verblüffende Weise neu interpretiert hören kann. Zum Abschluß der 24. Saison steht der Saxophonist Roger Hanschel gemeinsam mit dem iranischen Percussionisten Afra Mussawisade und Ernst Reijseger am Violoncello auf der Bühne.
In seiner Ankündigung des Programms nannte Warnfried Altmann auch die Gründe für die Umbenennung von Jazz in der Kammer in Jazz! Entdeckungen im Schauspielhaus. Auch wenn er sagte, "normalerweise macht man das nicht, eine so traditionsreiche Reihe umzubenennen", (ganz meine Meinung) und sich anfangs nicht so recht mit der Entscheidung des Theaters anfreunden konnte, so gibt es für ihn nach einigem Überlegen inzwischen auch Gründe, die Umbenennung nun auch selbst mit zu vertreten. Zum einen gebe es die Kammerspiele nun schon einige Jahre nicht mehr, und der Name "Jazz in der Kammer" sei ihm oft genug auch falsch wiedergegeben worden, was dann zu Jazz im Keller oder Jazz im Club wurde. Zum anderen erhofft sich das Theater von der Nennung der Spielstätte im Namen auch einen höheren Bekanntheitsgrad.
An der musikalischen Qualität wird sich jedenfalls nichts ändern, soviel ist schon sicher. In diesem Sinne freue ich mich auf die kommenden Konzerte und hoffe darauf, daß das Magdeburger Theater die Jazzreihe auch in den kommenden Jahren weiterführt. Und sollte ich in den kommenden Einträgen das eine oder andere mal noch den Namen Jazz in der Kammer verwenden, so seht es mir nach, es ist eben zu einem lange vertrauten Begriff geworden.
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