Mittwoch, 30. März 2011

In eigener Sache

In den letzten Jahren haben sich hunderte Konzert-Fotos angesammelt, aufgenommen bei Jazz in der Kammer. Diese werden nach und nach hier eingefügt. Die alten Fotos rückwirkend, deshalb schaut bitte auch ab und zu ganz unten nach, ob wieder etwas neues hinzugekommen ist. Und ich bitte um etwas Geduld, das Sortieren wird wohl etwas dauern.

Montag, 21. März 2011

Alan Tomlinson Trio

Das Alan-Tomlinson-Trio bot ein Feuerwerk an musikalischen Einfällen, mal frei und ungestüm gespielt, mal melodisch. Scheinbar mühelos ging es beide Sets ohne Pause durch, das Signal zur Halbzeit kam von Willi Kellers extra dafür aufgezogenem Wecker, der genau an der richtigen Stelle klingelte. Gut aufeinander eingespielt im Trio, kam auch jeder einzeln zu Wort: selbstverständlich Alan Tomlinson mit seiner kräftigen Posaune, aber auch Christoph Winckel, der seinen Bass mal laut zum klingen brachte, mal leise und sinfonisch, an Sibelius erinnernd. Willi Kellers, der scheinbar tief in die Musik versunken an den Drums saß, zeigte, daß er am Schlagzeug nicht nur die Rhythmen vorgibt, sondern ebenfalls Melodien beitragen kann, wenn er ein Balafon auf die Trommel legt. Ein unvergessen bleibender Abend.
Das Alan Tomlinson Trio
bei Jazz in der Kammer in Magdeburg
Alan Tomlinson
Christoph Winckel
Willi Kellers
Das Konzert wurde mit einer die Magdeburger Jazz-Gemeinde bestürzenden Ankündigung Warnfried Altmanns eingeleitet: das Magdeburger Theater stellt für die letzten beiden Konzerte der laufenden Saison kein Geld mehr zur Verfügung, so daß das April-Konzert das letzte sein wird. Viel schlimmer aber noch die trüben Aussichten für die nächste Spielzeit: Da sollen statt bisher 10 Konzerten nur noch 4 (in Worten: vier) Konzerte stattfinden.
Jazz in der Kammer ist eine seit über 20 Jahren etablierte Konzertreihe, in der es Warnfried Altmann immer wieder gelingt, sowohl international bekannte als auch junge, noch unbekannte Jazzmusiker in die Magdeburger Provinz zu holen und damit in der Konzertreihe eine großen Bandbreite an musikalischen Ideen abzubilden. Das Interesse daran sieht man nicht zuletzt am Publikum: egal ob Stammpublikum oder die nur ab und zu kommenden – die Konzerte sind fast immer gut besucht, und vom Schüler bis zum Rentner sind alle Altersklassen vertreten. So gesehen brächte man sich um die Zukunft des Jazz in Magdeburg keine Sorgen zu machen.
Vielfalt jedoch braucht Auftrittstermine, und so ist das Weiterbestehen von Jazz in der Kammer zur Zeit nicht sicher. Grund soll die Geldnot des Theaters sein – dabei bleibt unverständlich, daß gerade eine Reihe eingestellt werden soll, die sich zu 75 Prozent aus den Einnahmen finanziert, wo doch das Theater insgesamt einen Kostendeckungsgrad von nur etwa 10 Prozent hat.
Eine derartige Reihe erst einmal bekannt zu machen, ist mühevoll und dauert lange. So etwas dann wegen ein paar Euro einzustellen ist Unsinn. Zur Zeit bleibt nur zu hoffen, daß es ein Einlenken der Theaterleitung gibt.
Sollte Jazz in der Kammer aber tatsächlich eingestellt werden, dann, Alan Tomlinson, komm noch ein letztes mal nach Magdeburg und blase mit Deiner Posaune die Mauern des Theaters ein, das die Jazzfreunde nicht mehr in seinem Haus haben möchte!

Montag, 21. Februar 2011

Conny Bauer und Louis Rastig

Heute gibt es keine Fotos, ich bin 8000 km weit weg – zu weit um einfach mal zum Jazz in der Kammer zu kommen. Schade.
Deshalb gibt es hier nur die kurze Notiz aus der Ankündigung des Konzertes:
...zu Gast ist Conny Bauer. Ohne Zweifel einer der wichtigsten Posaunisten Europas. Er spielt im Duo mit Louis Rastig, seinem Sohn, am Piano.

Montag, 17. Januar 2011

Nils Wogram Septett

Nils Wogram Septett auf »swing moral Tour«
Frank Speer – Altsax, Tilman Ehrhorn – Tenorsax, Stephan Meinberg – Trompete, Claudio Puntin – Klarinette, Steffen Schorn – Bassklarinette, Baritonsax, John Schröder – Schlagzeug, Nils Wogram – Posaune, Komposition

Eine Besetzung, für die die Bühne im Foyer des Schauspielhauses beinahe zu klein war. Sechs Bläser und ein Schlagzeuger. Gut aufeinander eingespielt, es war interessant zu hören, was die teils noch recht jungen Musiker auch solistisch boten. Man darf auf später gespannt sein.

Montag, 20. Dezember 2010

Stefan Heidtmann Project

Stefan Heidtmann Projekt
Stefan Heidtmann – piano, Gerd Dudek – tenorsaxophon, Reiner Winterschladen – trumpet, Dieter Manderscheid – bass, Klaus Kugel – drums


Aus Warnfried Altmanns Ankündigung:
"Eine All-Star-Band, die 2004 schon einmal in der gleichen Besetzung in Magdeburg und für mich unvergesslich schön war. Jeder der 5 Musiker ist ein Gigant und Individualist. Die Ideen und Kompositionen kommen vom Kölner Pianisten Stefan Heidtmann."

Montag, 15. November 2010

Hannes Zerbe und das "Jazzorchester Prokopätz"

Diesmal eine für Jazz in der Kammer eher ungewöhnlich große Besetzung: eine Bigband, das Berliner "Jazzorchester Prokopätz" unter Leitung von Hannes Zerbe.

Der Ankündigung nach sollten auf der Bühne zu finden sein: 5 Saxophone, 4 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Gitarre, Bass, Drums, Piano. Ich hab's nicht nachgezählt – aber auch so ist wohl klar, daß diese Riesenbesetzung die bisher größte bei Jazz in der Kammer gewesen sein muß, beinahe zu groß für die kleine Bühne im Foyer des Schauspielhauses.
Hannes Zerbe zählt zu den "altgedienten" Jazzmusikern – und hat Schwung wie eh und je. Vielen ist er seit Urzeiten (oder "aus Amiga- und DDR-Zeiten") bekannt, z. B. von der Hannes-Zerbe-Blechband. Neben der Big-Band-Musik wirkte er aber auch in unzähligen Projekten mit, auch mit Lyrik oder bildender Kunst. Hier in Magdeburg stellte er sein Können unter Beweis, die Stimmen der einzelnen Musiker zu einem runden Klang zusammenzufügen. Ein schönes Erlebnis.