Für das Jahr 2017 hat Warnfried Altmann das Klavier in den Mittelpunkt der Konzerte von Jazz in der Kammer gestellt. Einige der Musiker waren bereits in anderen Besetzungen bei Jazz in der Kammer zu hören, andere sind das erste mal in Magdeburg. Herausgekommen ist auf jeden Fall ein Programm, das wieder neugierig auf Musik macht. Mit Jazz in der Kammer eng verbunden sind die Magdeburger Jazz-Tage, die 2017 zum zweiten mal stattfinden. Die Stadt Magdeburg unterstützt dieses Festival als Bestandteil der Bewerbung um die Kulturhauptstadt. Diese Förderung der Kultur auch abseits des Mainstream kann ich nur begrüßen.
Eine Neuerung wird es im kommenden Jahr geben: eine Jahreskarte zum Preis von 100 Euro/ ermäßigt 65 Euro, was einem Rabatt von 25 Prozent entspricht. Ab sofort sind diese Karten im Forum Gestaltung zu bekommen.
Die Konzerte im Einzelnen:
16.01.17, 20:00 Uhr
Konzert zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs am 16.01.1945 mit
Warnfried Altmann – Saxophon
Hermann Naehring – Schlagwerk
20.02.17, 20:00 Uhr
Louis Rastig – Piano
Conny Bauer – Posaune
20.03.17, 20:00 Uhr
Julia Hülsmann Trio
Julia Hülsmann – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Heinrich Köbberling – Schlagzeug
20. – 23.04.17, Magdeburger Jazztage
Zu diesem Anlaß wird es eine separate Ankündigung geben.
15.05.17, 20:00 Uhr
Benedikt Jahnel Trio (D, ES, CA)
Benedikt Jahnel – Piano
Antonio Miguel – Bass
Owen Howard – Schlagzeug
19.06.17, 20:00 Uhr
ROPE (D, NL, UK)
Uwe Oberg – Piano
Frank Paul Schubert – Sopransaxophon
Wilbert de Joode – Bass
Mark Sanders – Schlagzeug
Juli/August – Konzertpause
18.09.17, 20:00 Uhr
Werner Kirschbaum Trio (D, USA)
Werner Kirschbaum – Piano
Matthias Schubert – Saxophon
Lou Grassi – Schlagzeug
16.10.17, 20:00 Uhr
Maria Baptist Trio
Maria Baptist – Piano
Ralph Grässler – Bass
Roland Schneider – Schlagzeug
20.11.17, 20:00 Uhr
Charles Gayl Trio (USA, Polen)
Charles Gayl – Piano, Saxophon
Ksawery Wojcinski – Bass
Max Andrzejewski – Schlagzeug,
18.12.17, 20:00 Uhr
Gilbert Paeffgen Trio (Schweiz)
Yves Theiler – Piano
Gilbert Paeffgen – Schlagzeug/Hackbrett
Claude Meier – Bass
Mittwoch, 21. Dezember 2016
Montag, 19. Dezember 2016
Schlippenbach-Trio
Bei Jazz in der Kammer stand heute das Schlippenbach-Trio auf der Bühne im Forum Gestaltung:
Alexander von Schlippenbach ist einer der ganz alten Vertreter des Free Jazz in der Bundesrepublik, wobei das "alt" hier nicht für sein Alter von 78 Jahren, sondern für seine lange Erfahrung mit der improvisierten Musik stehen soll. Seit den 50er Jahren, als er in Köln Musik studierte, spielt er Jazz, bald auch in dessen freiester Form. Diese Musik präsentierte er auch mit seinem Trio, gemeinsam mit den beiden britischen Musikern Evan Parker (Saxophon) und Paul Lytton (Schlagzeug), den Magdeburger Konzertbesuchern.
Zu Beginn ist das Konzert noch ruhig. Alexander von Schlippenbach gibt einige beständig wiederholte Akorde vor, die er zu Klavierläufen erweitert, zwischen Harmonien und Disharmonien wechselnd. Allmählich mischt Paul Lytton Schlagzeugrhythmen hinzu, immer wilder werdend und die Geschwindigkeit steigernd. Das Ohr des Zuhörers ist herausgefordert, das alles zu sortieren und zu ordnen. Als Evan Parker sein Saxophon ertönen läßt, ist das wie ein erlösender Moment: langsamere Strukturen geben Orientierung. Bald wird klar, auch das ist nicht von Dauer, das Sax wird ebenso Teil der Improvisation.
Alexander von Schlippenbach – Piano
Evan Parker – Saxophon
Paul Lytton – Schlagzeug
Alexander von Schlippenbach ist einer der ganz alten Vertreter des Free Jazz in der Bundesrepublik, wobei das "alt" hier nicht für sein Alter von 78 Jahren, sondern für seine lange Erfahrung mit der improvisierten Musik stehen soll. Seit den 50er Jahren, als er in Köln Musik studierte, spielt er Jazz, bald auch in dessen freiester Form. Diese Musik präsentierte er auch mit seinem Trio, gemeinsam mit den beiden britischen Musikern Evan Parker (Saxophon) und Paul Lytton (Schlagzeug), den Magdeburger Konzertbesuchern.
Zu Beginn ist das Konzert noch ruhig. Alexander von Schlippenbach gibt einige beständig wiederholte Akorde vor, die er zu Klavierläufen erweitert, zwischen Harmonien und Disharmonien wechselnd. Allmählich mischt Paul Lytton Schlagzeugrhythmen hinzu, immer wilder werdend und die Geschwindigkeit steigernd. Das Ohr des Zuhörers ist herausgefordert, das alles zu sortieren und zu ordnen. Als Evan Parker sein Saxophon ertönen läßt, ist das wie ein erlösender Moment: langsamere Strukturen geben Orientierung. Bald wird klar, auch das ist nicht von Dauer, das Sax wird ebenso Teil der Improvisation.
Freitag, 25. November 2016
Vorschau Dezember
Am Montag, dem 19. Dezember 2016, ist im Forum Gestaltung das Alexander-von-Schlippenbach-Trio bei Jazz in der Kammer zu Gast:
Das Trio macht auf seiner "Winterreise-2016"-Tour Station in Magdeburg. Schon vor drei Jahren war das Trio, damals in etwas anderer Besetzung, bereits bei Jazz in der Kammer zu Gast. Wir dürfen uns auf lange Klavierpassagen ebenso freuen wie auf starke Improvisationen aller drei Musiker.
Alexander von Schlippenbach – Piano
Evan Parker – Saxophon
Paul Lytton – Schlagzeug
| Das Schlippenbach-Trio bei Jazz in der Kammer im Schauspielhaus. (Archivfoto, 2013) |
Das Trio macht auf seiner "Winterreise-2016"-Tour Station in Magdeburg. Schon vor drei Jahren war das Trio, damals in etwas anderer Besetzung, bereits bei Jazz in der Kammer zu Gast. Wir dürfen uns auf lange Klavierpassagen ebenso freuen wie auf starke Improvisationen aller drei Musiker.
Montag, 21. November 2016
Andreas-Willers-Septett
Heute stand das Andreas-Willers-Septett
auf der Jazz-Bühne des Forum Gestaltung.
Das Septett um Andreas Willers begann mit "Tell me", rhythmisch so abgestimmt – und von den sieben Musikern auf den Punkt genau gespielt –, daß alle Musiker scheinbar immer genau ein kleines bißchen versetzt zueinander sind, dabei aber immer weiter zueinander kommen, bis sich am Ende daraus eine gemeinsame und dann auch rhythmisch übereinstimmende Melodie ergibt. Eine bordunartige Grundstimmung mit Einsatz des Blechs aus vollen Rohren, von Christian Marien am Schlagzeug kraftvoll begleitet. Musikalisch sehr kompliziert komponiert und dennoch eine sehr lebendige Musik. Ein starker Beginn!
In dieser Weise geht es auch weiter – diesmal mit einem musikalischen Zwiegespräch zwischen Gitarre und Baß links und der Bläsergruppe rechts, die sich von einer zur anderen Seite der Bühne Melodiestücke zuspielen. Die Bläser dabei als große schnaufende Maschine und Andreas Willers Gitarre als Melodieinstrument ergeben einen Mix aus Expressivität und klaren Melodien. Intelligent und doch nicht verkopft. Experimentell, spielerisch, mit Spaß am Zuhören.
Matthias Schubert – Saxophon
Tom Arthurs – Trompete
Benjamin Weidekamp – Saxophon, Klarinette, Bassklarinette
Jörg Huke – Posaune
Andreas Willers – Gitarre, Komposition
Meinrad Kneer – Bass
Christian Marien – Schlagzeug
Das Septett um Andreas Willers begann mit "Tell me", rhythmisch so abgestimmt – und von den sieben Musikern auf den Punkt genau gespielt –, daß alle Musiker scheinbar immer genau ein kleines bißchen versetzt zueinander sind, dabei aber immer weiter zueinander kommen, bis sich am Ende daraus eine gemeinsame und dann auch rhythmisch übereinstimmende Melodie ergibt. Eine bordunartige Grundstimmung mit Einsatz des Blechs aus vollen Rohren, von Christian Marien am Schlagzeug kraftvoll begleitet. Musikalisch sehr kompliziert komponiert und dennoch eine sehr lebendige Musik. Ein starker Beginn!
In dieser Weise geht es auch weiter – diesmal mit einem musikalischen Zwiegespräch zwischen Gitarre und Baß links und der Bläsergruppe rechts, die sich von einer zur anderen Seite der Bühne Melodiestücke zuspielen. Die Bläser dabei als große schnaufende Maschine und Andreas Willers Gitarre als Melodieinstrument ergeben einen Mix aus Expressivität und klaren Melodien. Intelligent und doch nicht verkopft. Experimentell, spielerisch, mit Spaß am Zuhören.
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Tom Arthurs,
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Freitag, 18. November 2016
Vorschau November
Am Montag, dem 21. November 2016, wird das Andreas-Willers-Septett
auf der Jazz-Bühne des Forum Gestaltung stehen.
Seit 2013 besteht die Berliner Neuauflage des vielbeachteten Andreas-Willers-Octet aus den 90er Jahren. So steht das Konzert am Montag auch unter dem Titel "7 of 8". Damals wie heute stehen den dicht und anspruchsvoll geschriebenen Themen expressive solistische und kollektive Improvisationen gegenüber, in denen es jenseits von Genre-Denken neben Wucht und Abstraktion um reine Musikalität geht, um überschäumende Spielfreude und gelegentlich auch mal um (selbst-)ironische Distanz.
Matthias Schubert – Saxophon
Tom Arthurs – Trompete
Jörg Huke – Posaune
Andreas Willers – Gitarre, Komposition
Meinrad Kneer – Bass
Christian Marien – Schlagzeug
Seit 2013 besteht die Berliner Neuauflage des vielbeachteten Andreas-Willers-Octet aus den 90er Jahren. So steht das Konzert am Montag auch unter dem Titel "7 of 8". Damals wie heute stehen den dicht und anspruchsvoll geschriebenen Themen expressive solistische und kollektive Improvisationen gegenüber, in denen es jenseits von Genre-Denken neben Wucht und Abstraktion um reine Musikalität geht, um überschäumende Spielfreude und gelegentlich auch mal um (selbst-)ironische Distanz.
Montag, 17. Oktober 2016
Uwe-Kropinski-Trio
Heute stand das Kropinski-Trio auf der Bühne des Forum Gestaltung.
Uwe Kropinski wird von Warnfried Altmann als "einer der bedeutendsten Gitarristen Deutschlands, ja sogar Europas" vorgestellt. Und in der Tat ist Kropinski einer der großen Virtuosen auf diesem Instrument. In seinem Trio steht er zusammen mit dem Saxophonisten Vladimir Karparov und der Cellistin Susanne Paul auf der Bühne.Gemeinsam stellen sie ihre neue CD "Elf Elfen Blues" vor.
Das Titelstück der CD beginnt leise und dennoch unverkennbar als Blues, wenngleich auch als ein ungewohnt instrumentierter. In die ruhigen Töne von Gitarre und Cello hinein erklingt plötzlich und laut Vladimir Karpovs Saxophon. Erst mit wenigen Tönen, später mit Melodien, die beinahe orientalisch klingen. Ein Blues, bei dem die Elfen wohl einiges verzaubert haben.
Uwe Kropinski – Gitarre
Susanne Paul – Cello
Vladimir Karparov – Saxophon
Uwe Kropinski wird von Warnfried Altmann als "einer der bedeutendsten Gitarristen Deutschlands, ja sogar Europas" vorgestellt. Und in der Tat ist Kropinski einer der großen Virtuosen auf diesem Instrument. In seinem Trio steht er zusammen mit dem Saxophonisten Vladimir Karparov und der Cellistin Susanne Paul auf der Bühne.Gemeinsam stellen sie ihre neue CD "Elf Elfen Blues" vor.
Das Titelstück der CD beginnt leise und dennoch unverkennbar als Blues, wenngleich auch als ein ungewohnt instrumentierter. In die ruhigen Töne von Gitarre und Cello hinein erklingt plötzlich und laut Vladimir Karpovs Saxophon. Erst mit wenigen Tönen, später mit Melodien, die beinahe orientalisch klingen. Ein Blues, bei dem die Elfen wohl einiges verzaubert haben.
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Susanne Paul,
Uwe Kropinski,
Vladimir Karparov
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