Montag, 18. Oktober 2010

Gesänge gegen den Gleichschritt

In seinem Programm »Gesänge gegen den Gleichschritt — politische Musik aus fünf Jahrhunderten jazzmusikalisch beleuchtet« setzt Ekkehard Jost politisch engagierte Musik aus den letzten Jahrhunderten mit der musikalischen Sprache des Jazz um, unterstützt vom kongenialen Dietmar Mues als Sprecher. Dabei ist "Sprecher" etwas zu vereinfacht, denn Mues spricht nicht nur, er rezitiert, singt, schreit und gestikuliert, wird Teil der Musik. Die große Besetzung mit Trompete, Posaune, Saxophonen, Klarinetten, Baß und Schlagzeug unsterstützt die Sprache musikalisch. Ich fühlte mich in weiterentwickelter Form an große Traditionen der 70er und 80er Jahre erinnert, beispielsweise an die hier im Osten nur über das Radio herüberkommenden Konzerte der NDR-Bigband, die auch oft mit Solisten und Sprecher auftrat.

Reiner Winterschladen, Friedhelm Schönfeld, Wollie Kaiser
Ekkehard Jost
Dietmar Mues

Nach dem Schluß der Gesänge gegen den Gleichschritt kam Warnfried Altmann mit auf die Bühne, und so klang der Abend mit improvisierten Stücken aus.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen