Donnerstag, 22. Oktober 2020

Vorschau November: Duo Elégance

Aktualisierung (02.11.2020):
Das Konzert am 16.11. muss auf Grund der Corona-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt ausfallen.

Das November-Konzert, am Montag dem 16.11. um 20 Uhr, wird wieder harmonisch ausfallen, wenn Vibraphon und Saxophon gemeinsam zu hören sind.

Peter Weniger – Saxophon
David Friedman – Vibraphon

Friedman und Weniger bilden in der eher seltenen Kombination von Vibraphon und Saxophon ein außerordentliches, außergewöhnliches und elegantes Duo. Beide Instrumente nehmen mit schwebenden Harmonien, mit Frage und Antwort, mit Locken und Verlocken, mit Binden und Lösen, mit Spannung und Ruhe ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise der besonderen Art. Zwei Spitzenmusikern gelingt mit phantasievollen Interpretationen und Kompositionen eine verzaubernden Atmosphäre höher Musikalität und Spiritualität.


PETER WEINIGER gehört zu den führenden Instrumentalisten der europäischen Jazzszene.
Der heute in Berlin lebende Saxofonist spielte im Verlauf seiner bisherigen Karriere unter anderem mit Musikern wie John Abercrombie, Adam Nussbaum, Conrad Herwig, Jeff Hamilton oder Dave Liebman auf und war auch auf CDs und in Konzerten mit Jasper van’t Hoff, Eddie Palmieri, Billy Cobham, Jean Louis Matinier u.v.a. zu hören.
Eine aktuelle Allstar – Band deutscher Jazz-Musiker käme ohne sein Saxofon-Spiel nicht aus und sein an Vorbildern wie Sonny Rollins, Stan Getz und Warne Marsh geschultes Spiel ist in New York genauso geschätzt wie in Paris oder Barcelona. Neben seinen Live – Aktivitäten unterrichtet der gebürtige Hamburger seit 1999 im Rahmen einer Professur an der „Universität der Künste“- Berlin und ist dort der künstlerische Leiter des Jazz- Institutes.
 

Der amerikanische Vibrafonist DAVID FRIEDMAN gehört fraglos zu den führenden Vertretern seines Instruments. Die unerschöpfliche Ausdruckskraft seines Spiels ist in zahllosen Konzerten und Aufnahmen mit so unterschiedlichen Künstlern wie Leonard Bernstein, Bobby Mc Ferrin, Wayne Shorter, George Benson oder Yoko Ono manifestiert.
Seine Begegnungen mit Jazz-Koryphäen wie Joe Henderson, Ron Carter, Johnny Griffin, Horace Silver oder Dino Saluzzi waren immer geprägt durch den offenen Dialog und das Bestreben , die Klangmöglichkeiten seines Instruments zu erforschen. Sein Projekt „Double Image“ mit dem Marimba – Spieler Dave Samuels gilt als wegweisend für das Genre des Instruments. Friedman’s Lehrtätigkeit im Jazz-Department der „Universität der Künste“ in Berlin hat ihm weltweites Ansehen auf dem pädagogischen Sektor verschafft.

Montag, 19. Oktober 2020

Klohmann und Spendel

Saxophon und Klavier mit dem vollen Klang beider Instrumente. Das Oktober-Konzert von Jazz in der Kammer machte einen musikalischen Vergleich möglich – denn das September-Konzert hatte dieselbe Besetzung. Zweimal die gleichen Instrumente und doch so unterschiedliche Klänge. Wunderbare Vielfalt des Jazz!
Peter Klohmann – Saxophon
Christoph Spendel – Klavier

Am Beginn des Konzertes setzt sich Christoph Spendel ans Klavier und greift voll in die Tasten. Breite Akkorde schaffen eine harmonische Basis für die Melodien, die Peter Klohmann auf dem Sopransaxophon anstimmte. Avenue E heißt Spendels Komposition, gewidmet nicht etwa einer amerikanischen Straße, sondern der Eschersheimer Landstraße, die sich durch Frankfurt zieht und von seinem Wohnort bis zur Frankfurter Musikhochschule führt. Kräftig und klar klingt die Musik, sommerliche Klänge im regnerischen Herbst. Aus der anfänglichen Klavierbegleitung entwickelt sich ein Solo, bei dem Spendel die Töne nur so aus dem Klavier strömen und perlen lässt. 

Neben Eigenkompositionen gab es auch immer wieder Adaptionen von Stücken des American Songbook. Bei Body & Soul greift Klohmann zum Tenorsaxophon, gehauchte Luftzüge klingen wie das Atmen eines großen Tieres, dann plötzlich schreiend laute Töne, die durch die offene Tür des Saales hinaus in die Gänge des Forum Gestaltung und von dort wieder zurück hallen. Welch ein Kontrast beider Instrumente, als Spendel dann einsetzt, ruhig und akzentuiert spielt. 

30 Jahre Jazz in der Kammer

"Wir feiern heute ein Jubiläum", sagte Warnfried Altmann dem Publikum, bevor er die Musiker ankündigte und sichtlich voller Freude, "genau vor dreißig Jahren, im Oktober 1990, konnte ich das erste Konzert von Jazz in der Kammer ankündigen". Damals in den Freien Kammerspielen Magdeburg (daher der Name der Jazz-Reihe), später im Schauspielhaus und nun im Forum Gestaltung

Dreißig Jahre bedeuten auch etwa 300 Konzerte. Je nach Zählweise etwas weniger (weil es auch Jahre mit 8 oder 9 Konzerten gab) oder aber, wenn man die mit Jazz in der Kammer eng verbundenen Magdeburger Jazztage mitzählt, auch mehr. Und die 30 Jahre Jazz in der Kammer bedeuten auch unzählige wunderbare Musiker. Die rechts neben dem Text aufgeführten Namen sind nur die aus den letzten etwa 12 Jahren, solange wie es diesen Blog nun schon gibt. "Christoph Spendel (Anm.: der gleich darauf im Konzert auf der Bühne stand) ist einer von denen, die gleich zum Anfang dabei waren", erklärte Altmann, "beim fünften oder sechsten Konzert war das, und er hat die Reihe immer begleitet, kam immer mal wieder zu uns". 

Sonntag, 27. September 2020

Vorschau Oktober: Spendel und Klohmann

Auch beim Oktober-Konzert von Jazz in der Kammer (Montag, der 19.10. um 20 Uhr) gibt es wieder die Kombination von Klavier und Saxophon, diesmal mit

Peter Klohmann – Saxophon
Christoph Spendel – Klavier 


Der Saxofonist Peter Klohmann und der Pianist Christoph Spendel sind prägende Persönlichkeiten der Frankfurter Jazzszene. Nach zahlreichen Begegnungen in verschiedenen Ensembles ist Peter Klohmann festes Mitglied der neuformierten Christoph Spendel Group geworden. Darüber hinaus hat man sich in der intimsten Formation verabredet: dem Duo. Das Repertoire, überwiegend akustisch, besteht aus   Eigenkompositionen und Standards des „Great American Songbook“ sowie einigen spontanen und experimentellen Darbietungen. Auch exotische Elemente der  World und Latin Music fließen mit ein. Die  Konzerte des Duos sind stets von Überraschungen begleitet und erfreuen sich grosser Beliebtheitauf  Festivals und Clubs. Mit einer längs überfälligen CD Produktion kann in Kürze gerechnet werden.


Montag, 21. September 2020

Angelika Niescier und Alexander Hawkins

Bei Jazz in der Kammer standen heute Angelika Niescier (sax) und Alexander Hawkins (p) auf der Jazz-Bühne im Forum Gestaltung Magdeburg. Zwei großartige Musiker mit Sinn für die kleinen Töne im großen Klang. 

Vor Beginn des Konzertes eröffnet Warnfried Altmann, der die Konzerte von Jazz in der Kammer organisiert, die neue Saison nach der Sommerpause. "Ich freue mich, Euch hier wieder zu sehen", sagt er dem Publikum, das dies nach der allmählichen Lockerung der Corona-Auflagen ebenso empfindet. 

Und dann beginnt das Konzert. In einer unglaublich stillen Atmosphäre: Angelika Niescier stellt sich an den geöffneten Deckel des Flügels, bläst zwei, drei Töne auf dem Saxophon, sehr kräftig, förmlich in den Korpus des Flügels hinein. Und in der danach einsetzenden Stille wird der Nachklang dieser Töne hörbar, die Alexander Hawkins mit seinen Fingern gedrückt hält. Resonanz der Saiten, aber dieser tontechnische Aspekt interessiert in diesem Augenblick nicht. Da hört man einfach nur die Töne leise verklingen, hört sie auch durch das ganze Forum Gestaltung hallen. Und dann nochmal und nochmal. Erst nach und nach beginnt Hawkins auf den Tasten zu spielen, nur einzelne Töne erst, am obersten und untersten Ende der Tastatur liegend. Nach diesem Moment der Ruhe kommt Niescier mit ihrem Sax hinzu, rhythmisch, wild und dennoch an die Ruhe des Pianos angepasst. Ein musikalische Pardoxon, die beiden mit ihren so unterschiedlichen Instrumenten. 

Freitag, 19. Juni 2020

Vorschau September: Angelika Niescier und Alexander Hawkins

Jetzt ist erst mal Sommerpause bei Jazz in der Kammer. Weiter geht es am 21. September. Dann werden Angelika Niescier (sax) und Alexander Hawkins (p) gemeinsam auftreten.


Der in Oxford lebende Pianist Alexander Hawkins und die Saxofonistin Angelika Niescier aus Köln gehören zu einer neuen Generation von Jazzmusiker*innen. Die Beiden lernten sich am Jazzfestival Berlin kennen und merkten sofort, dass sie ein ähnliches Verständnis von Musik teilen. Beide haben ihre Wurzeln im Jazz, beide lieben die Jazzavantgarde eines Ornette Coleman oder Cecil Taylor. Zwei technisch versierte Instrumentalisten mit sprühendem Temperament, Drive und Freude am Experiment. Beim unerhört!-Festival 2019 hatte das Duo seine Premiere.