Freitag, 20. Mai 2022

Vorschau Juni: Kira Linn und Katharina Koch

Am Montag dem 20. Juni um 20 Uhr gibt es bei Jazz in der Kammer ein Konzert mit Stimme und Saxophon:

Katharina Koch – Gesang
Kira Linn – Baritonsaxophon

Eine ungewöhnliche und doch – hört man in das Video rein – naheligende Kombination, Kira Linns großes Saxophon mit dem warmen Klang und dazu die zarte Stimme von Katharina Koch. Das macht neugierig. 


Aus der Ankündigung: 

Katharina Koch und Kira Linn erforschen die Möglichkeiten einer ungewöhnlichen Duo-Konstellation: Stimme und Baritonsaxophon. Die Musikerinnen kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim Bundesjazzorchester und haben in Köln während der Pandemie stärker zueinander gefunden. Während vielen kreativen Stunden im Proberaum haben Sie Arrangements Ihrer Lieblingsstücke erarbeitet. Die Beiden nehmen das Publikum in einer intimen Atmosphäre mit auf eine Reise durch verschiedene Musikgenres, von klassischen Jazzstandards, bis hin zu schönen Popsongs.


Montag, 16. Mai 2022

Almut Kühne und Jordina Millà

Heute kamen Improvisation mit der menschlichen Stimme und Improvisation am Klavier zusammen. Ein Programm voller Gefühl und Dynamik. 

Almut Kühne – Gesang
Jordina Millà
– Klavier

Die menschliche Stimme steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Konzerte. Ursprünglich hatte Almut Kühne ihr Konzert gemeinsam mit Jan Heinke geplant, der mit seinem riesigen Stahl-Cello nach Magdeburg gekommen wäre (so stand es noch im Jahresprogramm). Voll Trauer musste sie mitteilen, dass Jan Heinke an einer schweren Krankheit verstorben ist. "Morgen ist die Trauerfeier für ihn", sagte sie, "und ich darf jetzt gar nicht daran denken, sonst kann ich nicht singen". Das Konzert widmete sie dem Andenken an Jan Heinke, der ihr, wie sie sagte ein musikalischer Freund war, mit dem sie wunderbar improvisieren und sich über Musik austauschen konnte.

Leise Klaviertöne von Jordina Millà standen am Beginn des Konzertes. Als Almut Kühne zu singen beginnt, ist das eine leise Mischung aus Melodiestimme und Sprechgesang. Dabei liegt ihrem Gesang eigentlich gar kein Text zugrunde, Silben und Worte sind Mittel des Ausdrucks, der Emotion, Grundlage auch für Assoziation beim Hörer. Ihre sehr ausdrucksvolle und wandelbare Stimme, die gerade im ersten Teil des Konzertes dem Hörer ein melancholisches Gefühl spüren lässt. Eine Stimme, die auch unverstärkt durch den Raum trägt – wie man merkt, wenn sie sich singend vom Mikrophon entfernt.

Jordina Millà spielt das Klavier nicht einfach nur mit den Tasten, sie greift auch in den Körper des Instruments, streicht die Saiten an, schlägt sie mit Klanghölzern an, setzt Klangschalen aus Messing auf die Saiten. Dazu kommen einige elektronische Verfremdungen dieses an sich schon eigenartigen Klanges. Und das alles mit einer leisen Konzentriertheit, die die Ohren für jede noch so kleine Nuance schärft.